Gebäudeautomation/ MSR | Fachartikel | 25.01.2012

„Smart Metering“ mit KNX-Modulen

Nachrüstung über Zweidrahtleitung

Seit dem 1. Januar 2010 ist die „intelligente“ Verbrauchsmengenerfassung – das Smart Metering – auch in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtend. Das steht im Energiewirtschaftsgesetz. In der Praxis wird das damit verbundene Potential an möglichen Energieeinsparungen bislang jedoch nur unzureichend ausgenutzt. Und dies, obwohl in vielen Liegenschaften die Aufrüstung durch entsprechend „smarte“ Wasser-, Wärme- und Kältemengenzähler mit KNX-Technologie oft vergleichsweise einfach umsetzbar ist.

  • „Smart Metering“ ist auch in Privathaushalten Pflicht – wenn es wie das KNX-System technisch und wirtschaftlich vertretbar zu installieren ist

  • Die unmittelbare Darstellung der Verbrauchswerte in [kW] und [Euro / Cent] schärft das Kosten- bzw. Umweltbewusstsein der Verbraucher

  • Systemtopologie Das KNX-System überzeugt vor allem durch seinen einfachen Aufbau, bei dem zum Beispiel ein Netzwerkkoppler als Webserver genügt, so dass der Nutzer mit jedem Internetbrowser auf die Daten zugreifen kann

  • Durch die einfache Anbindung über eine Zweidrahtleitung sind die KNX-Module problemlos auch im Rahmen von Sanierungen zu installieren

  • Die Kommunikation via Internet mit „Facility Web“ ermöglicht die effiziente Bündelung der Daten-Sammlung und -Auswertung an einer zentralen Stelle

  • Der Vergleich der Jahres-Verbrauchswerte oder die tages- bzw. wochenaktuellen Auswertungen bieten sich an, um beispielsweise im Rahmen von Mieterversammlungen die Spitzenlastzeiten eines Objektes zu demonstrieren und daraus die Möglichkeiten von Einsparungen abzuleiten

  • Jedes KNX-Modul lässt sich direkt ansteuern und schalten, so dass beispielsweise auch Tarifsignale zur Optimierung von Prozessen genutzt werden können

  • Einfach im Austausch: Die KNX-Module von WDV/Molliné können beispielsweise im Rahmen von Sanierungen problemlos an Stelle der alten, analogen Mengenzähler montiert werden

Bereits am 5. April 2006 wurde die EU-Richtlinie 2006/32/EG „über Endenergieeffi­zienz und Energiedienstleistungen“ beschlossen. Sie verlangt die Einführung individueller Ver­brauchs­zähler, an denen der Endkunde seine tatsächlichen Verbrauchswerte und Nutzungszeiten auf einen Blick ablesen kann – wenn die Einführung technisch und wirtschaftlich vertretbar ist. Mittlerweile ist die EU-Direktive

Autor: Frank Molliné Geschäftsführender Inhaber der WDV/Molliné GmbH, Stuttgart

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