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BTGA | Leitartikel | 29.08.2018

Kommentar

Lebenslanges Lernen –
die Aus- und Weiterbildungsoffensive des BTGA

  • Dipl.-Ing. M.Eng. Andreas Neyen, Vorsitzender des Zentralen Berufs­bildungsausschusses (ZBA) des BTGA

  • Das Emblem „Servicemonteur BTGA“ zeichnet qualifizierte Fachkräfte aus. Grafik: BTGA e.V.

In der Ausgabe 7-8/2018 der tab wurde bereits die Weiterbildung zum „Servicemonteur BTGA“ vorgestellt. Sie ist der Beginn einer Aus- und Weiterbildungskampagne des BTGA, die den Qualitätsanspruch unserer Mitgliedsunternehmen hinsichtlich ihrer Fach- und Managementkompetenz dokumentieren soll. „Dokumentieren“ heißt: Ein Label, gut sichtbar angebracht auf der Arbeitskleidung, das dem Kunden ein Wiedererkennungsmerkmal für besonders gute Leistungen gibt. „Beginn“ bedeutet, dass weitere gelabelte Seminare folgen werden – Qualifizierungen zum „Bauleitenden Monteur BTGA“ und zum „Bauleiter BTGA“ sind bereits in Arbeit. Perspektivisch können wir uns auch vorstellen, eine eigens auf die TGA zugeschnittene Managementausbildung an einer Hochschule ins Leben zu rufen, die für die Nachfolge der Geschäftsführung in unseren Unternehmen geeignet ist. All diesen Seminaren wird ein Wesensmerkmal zu Grunde liegen: Mitarbeiter mit einschlägigen Berufserfahrungen und hoher Sozialkompetenz werden auf die jeweils nächste Qualitätsstufe ihrer beruflichen Laufbahn vorbereitet.

Fachkenntnisse und Managementaufgaben werden vermittelt

Neben fachlichen Ausbildungsbestandteilen nimmt eine breit gefächerte Wissensvermittlung für Managementaufgaben einen wesentlichen Platz in den Seminaren ein. Bau- und Vertragsrecht, Mitarbeiterführung, Baustellenorganisation und kaufmännische Fähigkeiten sind in unterschiedlicher Ausprägung und Intensität Bestandteile aller Qualifizierungen. Kenntnisse der einschlägigen, sich ständig ändernden, technischen und gesetzlichen Vorschriften sind darüber hinaus wesentlich für mangelfreie und energetisch optimale, technische Anlagen. Auch fachübergreifende Kenntnisse über Brand- und Schallschutz, über Hygienestandards und über energetische Anforderungen werden vermittelt. Das beginnt mit der Lagerung von Lüftungsbauteilen auf der Baustelle und endet nicht mit der Anwendung der Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie (MLAR), die jeder Bauleiter in der Tasche haben sollte.

Gute Bezahlung und attraktive Karrierechancen

Die Seminarreihe ergänzt das vielseitige Seminarangebot des BTGA um Qualifizierungen für Führungs- und Dienstleistungskompetenzen. Die Aus- und Weiterbildungsoffensive des BTGA soll Zeichen setzen, dass Karriere auch ohne ein Abitur möglich ist. Der Weg vom Berufsabschluss als „Anlagenmechaniker SHK“ bis hin zum „Bauleiter BTGA“ wird zwar über viele Stationen eines Berufslebens führen und erfordert einschlägige Berufserfahrung – am Ende ist er aber hinsichtlich Vielseitigkeit, Qualifizierungslevel und Verantwortung für Menschen, Material und Kosten mit vielen Leitungsfunktionen in anderen Branchen vergleichbar. Entsprechend gut dotiert ist dieser Beruf, oder anders ausgedrückt: Als „rechte Hand“ eines Projektleiters auf Großbaustellen kann man richtig gut verdienen.

Unsere Branche der Technischen Gebäudeausrüstung bietet interessante Karrierechancen – mit oder ohne Studium. Im Laufe eines Berufslebens ist es möglich, sich durch vielseitige Qualifizierungen zur Führungskraft, zum Allrounder und Organisationstalent zu entwickeln. Diese Vielfalt, in Verbindung mit der Verantwortung für den Klimaschutz durch energieeffiziente Technik, macht unsere Berufe so attraktiv. Es muss uns allerdings noch besser gelingen, das auch dem Teil der Gesellschaft zu vermitteln, der uns noch nicht kennt. Hier ist unsere Zielgruppe der zukünftigen Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Auszubildenden zu finden. Vielleicht wird ja zukünftig eines der BTGA-Labels für den einen oder anderen Schülerpraktikanten Ansporn sein, auch ein ganz besonderer Monteur zu werden.

Der Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder.

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