Elektro/Licht/Sicherheit | Unternehmen + Markt | 25.10.2018

Intelligent, digital, vernetzt

GET Nord 2018 stellt Digitalisierung in den Mittelpunkt

Häuser, die Strom produzieren? Energiesysteme, die mitdenken? Gebäude der Zukunft sind „intelligente“ Alleskönner – multifunktional, energieeffizient und nutzerfreundlich zugleich. Dazu müssen sie gewerkeübergreifend geplant und gebaut werden. Die einzelnen Systeme müssen miteinander kommunizieren, damit aus Gebäuden „Smart Buildings“ werden können.

Wer sich über „Smart Buildings“ informieren möchte, für den gehört die GET Nord (www.get-nord.de), die vom 22. bis 24. November 2018 zum sechsten Mal auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress stattfindet, zum Pflichtprogramm. Im Mittelpunkt der bundesweit einzigen Fachmesse, die die Bereiche Elektro mit Sanitär, Heizung und Klima vereint, steht die Digitalisierung innerhalb von Gebäuden und das Ineinandergreifen der verschiedenen Gewerke. Auf 60.000 m2 präsentieren rund 550 Aussteller ihre Lösungen und Produkte zu den Schwerpunktthemen Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Energiemanagement, Gebäudesystemtechnik und -ausstattung. Zudem erwartet die Besucher ein vielseitiges Rahmenprogramm bestehend aus Sonderschauen, Fachforen und diversen Aktionen, darunter die Verleihung des GET Nord ArchitekturAwards. 

Das Marktpotential ausschöpfen

Längst hat die Digitalisierung auch den Gebäudesektor erreicht: Laut einer Studie des eco – Verband der Internetwirtschaft und des Beratungsunternehmens Arthur D. Little wurden 2017 hierzulande 1,3 Mrd. € in „Smart Home“-Lösungen investiert. Bis 2022 soll der Umsatz um 26,7 % auf 4,3 Mrd. € steigen. Davon fließt der größte Teil (30,2 %) in das Segment Energiemanagement, gefolgt von Anwendungen für die Licht- und Fenstersteuerung (27,9 %). Platz 3 belegen Sicherheitstechniken und Zugangskontrollen (18,6 %). Zudem geht das Marktforschungsinstitut Trendresearch davon aus, dass in 2025 etwa die Hälfte der beheizten Nichtwohngebäude in Deutschland durch Sanierungen und Neubauten mit „Smart Building“-Elementen ausgestattet sind. 

 

Den Überblick behalten 

Bereits heute installiert die Mehrheit der Elektrohandwerker regelmäßig smarte Lösungen bei ihren Kunden, wie der „Elektroinstallations-Monitor“ zeigt. Die GET Nord greift diesen Trend auf und bietet in den Hallen B4 und B5 einen umfassenden Überblick über zukunftsweisende Gebäudesystemlösungen und „Smart Building“-Technologien. 

Neben den bewährten Herstellern aus der Elektrotechnik drängen immer mehr Start-ups – aktuell sind es 35 – in Deutschland auf den Markt, die Gebäudeautomation mit Technik für das Internet der Dinge („Building IoT“) anbieten. Hier zwischen Praxistauglichem und Insellösungen unterscheiden zu können, ist wesentlich für eine fundierte Beratung, Planung und Ausführung. 

 

Wertvolle Impulse mitnehmen

Zusätzlich ist der Besuch des IT-Forums und des PlanungsForums zu empfehlen. Dort werden Zukunftsfragen für die am Bau beteiligten Branchen diskutiert, etwa was Building Information Modeling (BIM) für Architektur, Planung und Handwerk bedeutet, welche Anforderungen an die Cyber-Sicherheit von „Smart Building“-Lösungen gestellt werden und wie sich diese auf den Gebäudebetrieb auswirken. Auch die künftige Rolle von Elektrohandwerkern als gewerkeübergreifend arbeitende Systemintegratoren wird ein Thema sein. Denn die digitale Transformation verändert nicht nur die Gebäudetechnik, sondern auch Berufsbilder und Tätigkeitsfelder.

Mit ihren Foren bietet die GET Nord eine gute Gelegenheit für Handwerk, Industrie, Handel, Planer und Architekten miteinander ins Gespräch zu kommen.  

 

Heiztechnik wird digital  

In Halle B6 steht bei der Heizungsindustrie ebenfalls die Digitalisierung im Fokus. Bis zu 15 % Energieeinsparung lassen sich laut einer Studie, die das ITG Dresden im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) durchgeführt hat, durch die Digitalisierung der Heiztechnik realisieren. Daneben bietet die digitale Heizung dem Anwender ein Plus an Komfort, denn sie lässt sich bequem über das Smartphone oder das Tablet steuern, auch von unterwegs. Die Digitalisierung ermöglicht darüber hinaus auch den Einsatz von „Home Energy Management Systems“ (HEMS). Neben einer Wärmepumpe bestehen solche Systeme z.B. aus einer Photovoltaik-Anlage, einem Batteriespeicher, einer Ladestation für Elektrofahrzeuge und einem Wärmespeicher. Ein digitaler Energiemanager steuert das Zusammenspiel zwischen Erzeugern und Verbrauchern und sorgt so für optimale Effizienz und einen hohen Autarkiegrad des Gebäudes. Auch solche Ansätze werden auf der GET Nord präsentiert. 

Bei den Wärmeerzeugern zeigt die Heizungsindustrie technische Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz und der verstärkten Einkopplung von erneuerbaren Energien. Neben moderner Brennwerttechnik, Biomassekesseln, solarthermischen Anlagen und KWK-Anlagen gewinnt insbesondere die Wärmepumpe an Bedeutung. Nach Angaben des BDH waren Wärmepumpen 2017 mit 80.000 abgesetzten Geräten erstmalig die am zweitstärksten nachgefragte Technologie. Angesichts des zunehmenden Anteils an erneuerbaren Energien im Strommix wird sich diese Entwicklung künftig fortsetzen. 
Die GET Nord präsentiert sich 2018 mit dem gewerke-übergreifenden Ansatz, der die Bereiche Elektro, Sanitär, Heizung und Klima unter einem Messedach vereint, als richtungsweisende Veranstaltung auf dem hin zu smarten und energieeffizienten Gebäuden.
Info

Die Planner’s Arena

Mit der Planner’s Arena findet auf der GET Nord 2018 erstmals ein Eventformat statt, das speziell an den Bedürfnissen der Gebäude- und Elektroplaner ausgerichtet ist. Die GET Nord Planner’s Arena findet am Freitag, den 23. November 2018 von 13:00 bis 20:00 Uhr statt.  Ein Ticket für die Planner’s Arena kostet 99 € und berechtigt zur Teilnahme an allen Programmpunkten sowie zum Besuch der Fachmesse GET Nord. Das vollständige Programm und Tickets sind unter planners-arena.get-nord.de erhältlich.

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      Foto: Junkers Bosch

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