Elektro/Licht/Sicherheit | News | 27.03.2012

„Smarte“ Lichttechnik für eine Kirche

digitalStrom für ein Barockjuwel

  • Außenansicht der Kirche von Bergenhusen in Schleswig-Holstein, die in diesem Jahr ihren 300. Geburtstag feiert

  • „Die Lichtgestaltung macht das Thema Kirche in den Gottesdiensten erlebbar. So eine wunderschöne Kirche wie unsere darf auch sichtbar gemacht werden und von innen strahlen“, erklärt Pfarrer Martin Baltzer

  • Pfarrer Martin Baltzer hat die Beleuchtung jederzeit und überall per Touchscreen im Griff

Bergenhusen in Schleswig-Holstein ist als Storchendorf bekannt. Für kulturhistorisch Interessierte nicht weniger anziehend ist die komplett erhaltene und wunderschöne Barockkirche (www.kirche-in-bergenhusen.de), die 1712 erbaut wurde. In Vorbereitung ihres 300. Geburtstags in diesem Jahr begannen vor einiger Zeit umfassende Sanierungsmaßnahmen. Seither enthält der eindrucksvolle Kirchenbau noch eine weitere Sensation, nämlich eine hochmoderne Lichtsteuerung, wie sie wohl zum ersten Mal an einem solchen Ort zu finden ist.

Lichtanlage für eine Kirche

Die bisherige Anlage mit alten Kabeln und Leuchten stammte noch aus grauer Vorzeit und musste sanierungsbedingt entfernt werden. Der junge und dynamische Pfarrer Martin Baltzer sah in der anstehenden Erneuerung der Lichtanlage die Gelegenheit, seine Kirche zum Jubiläum endlich ins rechte Licht zu setzen. Da traf es sich gut, dass der ortsansässige Elektriker Volker Lorentzen (www.lorentzen-elektro.de) kurz zuvor das digitalStrom-System (www.digitalstrom.com) auf einer Hausmesse des Elektrogroßhändlers Adalbert Zajadacz (www.zajadacz.de) in Hamburg kennengelernt hatte. „Auf meinem Speicherplatz im Kopf war digitalStrom abgelegt – das habe ich dann herausgeholt, als es zur Ausschreibung der Elektroarbeiten für die Kirche in Bergenhusen kam.“

Die Anforderungen waren durchaus komplex: Bei aller Modernisierung musste die neue Anlage unbedingt leicht zu bedienen sein, so dass nicht nur der technikbegeisterte Pfarrer selbst, sondern beispielsweise auch der Küster, die Organistin, das Reinigungspersonal oder Gastpastoren problemlos damit arbeiten können. Auf der anderen Seite spielte der Denkmalschutz eine sehr wichtige Rolle, denn die wertvolle Bausubstanz sollte nicht durch aufwendige Neuinstallationen beschädigt werden. Und schließlich waren auch die Kosten zu bedenken.

Unsichtbare Technik

Viele der Sanierungsmaßnahmen sind nach ihrer Ausfüh­rung wie geplant nicht mehr sicht­bar. Aber beim Thema Licht sieht Pfarrer Martin Baltzer genau das Gegenteil als ein gelungenes Ergebnis an: „Licht ist ein wichtiges religiöses Sym­bol, die Lichtgestaltung macht das Thema Kirche in den Gottes­diensten erlebbar. So eine wunder­schöne Kirche wie unsere hier in Bergenhusen mit ihrer Geschichte darf auch sichtbar gemacht werden und von innen strahlen.“ In der Kirche befinden sich über 90 Leuchten, die sich mit digitalStrom nicht nur schalten, sondern auch individuell dimmen lassen und auf diese Weise verschiedene Lichtstimmungen erzeugen können.

Pastor Baltzer kann per iPod von der Kanzel aus verschiedene kirchliche Anlässe ganz wörtlich „mit links“ inszenieren. Ob Weihnachten, ob stimmungsvoller Abendgottesdienst oder ein Konzert, ganz nach Situation und Teilnehmerzahl lassen sich angemessene Lichtstimmungen aufrufen. Mit einzelnen Strahlern lassen sich sogar spezielle Licht­akzente auf den Altar, die Bilder oder auf die Heiligenfigu­ren setzen.
Damit hat die Raumwirkung des historischen Kirchenbaus ganz neue Dimensionen gewonnen. Die gesamte Anlage lässt sich aber auch ganz konventionell bedienen, ohne dass komplizierte Programme oder umständliche Anleitungen beherrscht werden müssen.

Das Leitungsnetz wird

weiter genutzt

In baulicher Hinsicht lag der größte Vorteil sicher darin, dass das bestehende Leitungsnetz einfach weiter genutzt werden konnte. Denn das ist die Besonderheit des digitalStrom-Prinzips: Jeder Taster und jede Leuchte verfügt über einen speziellen Steuerungschip, der einzeln angesprochen werden kann. Die Steuerbefehle laufen einfach über das bestehende Stromnetz, ohne große Schaltzentrale oder Neuverlegung von zusätzlichen Kabeln.

Elektromeister Lorentzen ist von der Lösung überzeugt: „Kein Wunder, dass sich auch der Denkmalschutz das digital
Strom-System ganz genau angeschaut hat. Denn das Problem des Substanzerhalts bei der Integration neuer Technik stellt immer eine große Herausforderung bei denkmalgeschützten Gebäuden dar – und das nicht nur bei Kir­chen­renovierungen.“

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      Foto: Wisag Industrie Service Holding, 2018

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      Frank Urbansky, Freier Journalist und Fachautor, Mitglied der Energieblogger, 04158 Leipzig

      Foto: Buderus

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