Trinkwasserleitungen in Gebäuden

Inbetriebnahme benötigt eindeutiges technisches Regelwerk

Die Installation von Trinkwasserleitungen in Gebäuden geht für Bauherren, Installateure, Versicherer und Sachverständige derzeit mit einer unklaren Rechtslage einher. Die verlegten Leitungen dürfen sowohl mit Druckluft als auch mit Wasser geprüft werden. Treten Schäden wie feuchte Decken und Wände auf, führt das häufig zu juristischen Auseinandersetzungen. Bislang fehlt den Installationsunternehmen hierzulande ein eindeutiges technisches Regelwerk zur Orientierung.

Statistiken des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) belegen, dass die deutschen Versicherungsunternehmen jährlich mehr als 1 Mio. Wasserschadensfälle registrieren. Es kostet die Unternehmen mehr als 2 Mrd. €, um die Schäden zu regulieren, die durch undichte Wasserleitungen verursacht werden [1]. Etwa ein Drittel davon entfallen laut einer Studie von Rockwell Consulting auf Neubauten.

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