Das Fraunhofer-inHaus-Zentrum wird 10 Jahre

Das inHaus-Zentrum, europaweit einmalige Innovationswerkstatt für anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung für „intelligente“ Raum- und Gebäudesysteme, feierte am 6. April 2011 sein 10-jähriges Jubiläum.

Badezimmerspiegel, die an die Einnahme von Medikamenten erinnern, sanft in den Schlaf schaukelnde Betten, Sensoren im Teppich, die im Bedarfsfall Alarm schlagen, wenn eine Person hilflos am Boden liegt, oder Hotelzimmer, die sich auf Knopfdruck in eine Familiensuite oder einen Tagungsraum verwandeln – das sind nur einige Beispiele aus der wunderbaren Welt des Fraunhofer-inHaus-Zentrums.

Im Duisburger inHaus-Zentrum gibt es zwei Gründe zu feiern: Es blickt im April auf zehn Jahre voller realisierter Innovationen „made by Fraunhofer“ zurück. Die Bandbreite der Beispiele ist weit: Es entstanden Demonstratoren, etwa für ein Service-Apartment für das Wohnen im Alter gemeinsam mit der Firma Mauser, oder Prototypen wie elektronische Haushaltszähler, die in einer Kooperation mit den Firmen Hager und RWE entstanden. Für den Bau relevant sind akustisch optimierte Betonflächen, die zusammen mit Hochtief und Henkel entwickelt wurden. Hinzukommen Geräte, etwa ein EIB-ISDN-Gateway, den die Firmen Ackermann und Siemens mittlerweile auf dem Markt anbieten, Systeme, wie die dezentrale Heizungspumpe „Geniax“ der Firma Wilo, und komplexe Systemlösungen, zum Beispiel Mehrwertdienste für die Wohnungswirtschaft. Zudem wurde das Zentrum am 6. April 2011 als „Ausgewählter Ort“ im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet.

„Die Vision von integrierten und „intelligenten“ Räumen und Gebäuden mit hohem Anwendungsnutzen, hat uns immer wieder den Antrieb gegeben. Wir freuen uns sehr, dass durch diesen Preis unsere Arbeit zusätzlich honoriert wird“, freut sich Prof. Dr. Viktor Grinewitschus, Leiter Technik und Innovation des Fraunhofer-inHaus-Zentrums.

„Seit nunmehr einem Jahrzehnt bündeln wir im inHaus-Zentrum erfolgreich die Potentiale und Kompetenzen von mehreren Fraunhofer-Instituten und über 80 Wirtschaftspartnern, um dort zukunftsorientierte Produktkomponenten und Systemlösungen für Wohn- und Nutzimmobilien zu entwickeln, zu erproben und bis zur Marktreife zu führen“, ergänzt Klaus Scherer, Leiter des Fraunhofer-inHaus-Zentrums (Gesamtmanagement). Darüber hinaus spielen gesellschaftliche Mehrwerte wie beispielsweise Energieeffizienz, Ressourcenschonung, Sicherheit und Umweltschutz im Fraunhofer-inHaus bei der Projektarbeit eine wichtige Rolle.

Eröffnet wurde das inHaus1, die Versuchsanlage für intelligente Wohngebäude am 3. April 2001. 2008 wurde das inHaus-Zentrum um das inHaus2 erweitert. Hier wird an Konzepten und Lösungen für Nutzimmobilien gearbeitet. Praxisnahe Anwendungslabore für die Themen „Bauen und Bauprozesse“, „Gebäudebetrieb und Facility Management“, „Health und Care“, „Hotel und Veranstaltungsräume“ sowie „Office“ und „Wohnen“ dienen als Schnittstelle zur Praxis und zum Markt. Das Hauptziel dabei ist, gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wirtschaft Lösungen zu entwickeln, die neue Märkte erschließen.

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