Elektro/Licht/Sicherheit | News | 13.05.2019

Wisag erweitert Leistungsportfolio um Druckberechnungen

Auswirkungen von Störlichtbogen auf der Mittelspannung

  • Durch die Druckberechnung kann die Wisag Rückschlüsse über die Standfestigkeit eines Gebäudes sowie eventuell notwendige Baumaßnahmen ziehen. Foto: Wisag Industrie Service Holding, 2019

Die Wisag Industrie Service Gruppe erweitert ihr Leistungsspektrum im Bereich der elektrotechnischen Instandhaltung um Druckberechnungen.Die Druckberechnung nach Pigler ermöglicht die Berechnung des zeitlichen Verlaufs von Druck und Temperatur bei einem Störlichtbogen auf der Mittelspannung. Hierdurch kann die Wisag in Zusammenarbeit mit einem Statiker Rückschlüsse über die Standfestigkeit des Gebäudes sowie eventuell notwendige Baumaßnahmen wie die Vergrößerung von Druckentlastungsklappen ziehen.

„Ein Lichtbogenfehler stellt sowohl für die Schaltanlage als auch das entsprechende Gebäude eine außergewöhnliche Belastung dar“, erklärt Markus Schlick, Planungsingenieur der WisagElektrotechnik in Mannheim.„Ein solcher Fehler ist nie vollkommen auszuschließen und kann im schlimmsten Fall anwesende Personen ernsthaft gefährden.“

Aus diesem Grund empfiehlt der Industriedienstleister bei der Errichtung von Neuanlagen sowie beim Austausch und der Erneuerung einer Schaltanlage die Berechnung der Druckverhältnisse, um bauliche Maßnahmen im Vorfeld mit einplanen zu können.

„Die für die Druckberechnung notwendigen Daten sind relativ einfach zu ermitteln“, betont Markus Schlick. „Zunächst benötigen wir ein Foto des Typenschilds der Anlage sowie ein Foto des entsprechenden Raumes. Darüber hinaus sind zur Berechnung das Netto-Volumen des Raumes wenn vorhanden ein drei-poliger Kurzschlussstrom, die Anzahl und Fotos der Druckentlastung sowie der Abstand zwischen Anlage und Druckentlastung erforderlich.“

Für die Druckberechnung bei Transformatoren benötigt der Industriedienstleister außerdem ein Foto des Mittelspannungsanschlusses sowie die Angaben zum Abstand der Endverschlüsse in Spannungsrichtung zur Wand bzw. zum Transformator.

„Die Hitze und der enorme Druck, die durch Störlichtbögen in Schaltanlagen entstehen, dürfen niemals unterschätzt werden“, so der Planungsingenieur. „Drücke von bis zu 30 t/m2 innerhalb weniger Millisekunden stellen ein enormes Risiko für Mitarbeiter, Anlagen und Gebäude dar. Deshalb sollten Unternehmen immer gewährleisten, dass im Falle eines Störlichtbogens in der Schaltanlage – dank entsprechender Druckentlastungsöffnungen – keine über die Bemessung des Baukörpers hinausgehende Druckbeanspruchung auftritt.“

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