Techem veröffentlicht Wärmeverbrauchszahlen 2015

Verbrauchsanstieg um 5 bis 6 %

Der durchschnittliche Endenergieverbrauch in Mehrfamilienhäusern für Heizung und Warmwasser ist 2015 gegenüber dem Vorjahr im Schnitt zwischen 5 und 6 % angestiegen. Dadurch erhöhten sich insgesamt auch die Kosten für Heizung und Warmwasser – zumindest was die Energieträger Fernwärme und Erdgas angeht. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des Eschborner Unternehmens Techem (www.techem.de). In die Ergebnisse sind die Endenergiepreise der Heizkostenabrechnungen für das Jahr 2015 und der Energieverbrauch von rund 1,1 Mio. Wohnungen in deutschen Mehrfamilienhäusern eingeflossen. Die Auswertung berücksichtigte so genannte verbundene Anlagen, also jene, die zentral sowohl Heizwärme als auch Warmwasser erzeugen.

Im Schnitt hat sich der (nicht witterungsbereinigte) Verbrauch von Erdgas (133,89 kWh/m2) 2015 gegenüber 2014 um 5,9 % erhöht, der von Heizöl (133,85 kWh/m2) um 5,71 % und der von Fernwärme (99,08 kWh/m2) um 5,28 %. Der Grund für diesen Mehrverbrauch ist insbesondere die 2015 gegenüber 2014 insgesamt kältere Witterung während der Heizmonate (Januar bis April sowie Oktober bis Dezember). Gleichzeitig sind die Verbrauchspreise für Fernwärme (von 0,107 €/m2 in 2014 auf 0,102 €/m2 in 2015) und Heizöl (von 0,082 €/m2 in 2014 auf 0,073 €/m2) zurückgegangen. Die Verbrauchspreise für Erdgas liegen hingegen mit 0,061 Euro/m2 fast auf Vorjahresniveau (0,062 €/m2). 

Wenn es letztlich zu den Kosten für Heizung und Warmwasser kommt, zahlen Haushalte, die auf Erdgas (8,13 Euro/m2) zurückgreifen, im Vergleich zu den Energieträgern Heizöl (9,71 Euro/m2) und Fernwärme (10,12 Euro/m2) am wenigsten.

Die Kostenveränderung gegenüber dem Vorjahr ist jedoch für die Heizölnutzer am positivsten: Aufgrund der deutlich gesunkenen Verbrauchspreise zahlen diese für 2015 im Schnitt 6,36 % weniger als im Vorjahr und können darum gegebenenfalls mit einer Rückerstattung rechnen. Erdgas- und Fernwärmenutzer zahlen dagegen durchschnittlich 3,04 bzw. 0,89 % mehr als für 2014 und müssen gegebenenfalls nachzahlen.

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