Neues Gebäude für Forschungszentrum „LENA“

pbr erstellt Technikplanung

Das Forschungszentrum „LENA“ – „Laboratory for Emerging Nanometrology“ der Technischen Universität Braunschweig (https://www.tu-braunschweig.de/mib/lena) erhält ein neues Gebäude zur Erforschung von Nanomesstechniken. Im August 2016 wurde das Richtfest für das Bauprojekt gefeiert. Das Land Niedersachsen und der Bund lassen das Forschungszentrum mit Laboren für über 100 Personen für ca. 22 Mio. € auf dem Campus der Technischen Universität Braunschweig erbauen. Für Forschungsgeräte werden weitere 11 Mio. € investiert.

Die pbr Planungsbüro Rohling AG (www.pbr.de) aus Osna­brück erstellt in dem Projekt die Pla­nung der Technischen Gebäudeausrüstung. Ab 2017 wird ein Team aus interdisziplinären Wissenschaftlern insbesondere die Messung von dreidimensionalen Objekten in der Nanowelt erforschen, was u.a. für die Weiterentwicklung von Hochleistungsakkumulatoren für Elektrofahrzeuge unerlässlich ist.  
Eine zweigeschossige ehemalige Werkstatthalle wird für die Unterbringung hochinstallierter physikalischer Labor- und Messräume umgebaut und ein dreigeschossiger Neubau mit Büro- und Seminarräumen errichtet. Über einen eingeschossigen Verbindungsgang sind Neubau und Bestand im ersten Geschoss miteinander verbunden. In dem Bestandsgebäude entsteht eine Fläche mit über 1.400 m² für die Unterbringung von Laboren und Großgeräten.

Labore mit besonders hohen Anforderungen, z.B. für schwingungsempfindliche Nutzungen wie Hochauflösende Transmissionselektronenmikroskopie und Reinräume, werden in zwei zweigeschossigen Kuben in dem Hallengebäude untergebracht. Durch diese funktionale Bündelung der Spezialräume werden die technischen Installationen in diesem Bereich verdichtet und optimiert. Über einen gemeinsamen Schleusenbereich im Erdgeschoss mit Temperaturschleuse und integrierter Luftdusche gelangen Nutzer in diese Spezialräume.  
Die Labore werden zentral und dezentral mit den benötigten Medien, z.B. Gasen wie Helium, Xenon und Neon, versorgt. Labor- und Messräume werden teilklimatisiert. Einige Räume erhalten eine Vollklimatisierung mit Präzisionsklimageräten, weil hier hohe Anforderungen an die Temperaturkonstanz und die Raumfeuchte gestellt werden. Belastete Abluft wird gesondert abgesaugt. Darüber hinaus wird eine Krananlage installiert, die für die Durchführung von Versuchen erforderlich ist. Technische Anlagen, die aufgrund von Vibrationen Störungen im Forschungsbetrieb hätten verursachen können, werden im Büroneubau untergebracht. Hierzu gehören u.a. Anlagen zur Heliumrückgewinnung sowie der Kälte- und Drucklufterzeugung.

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