KIT, das ZSW und die Uni Ulm gründen Celest

Deutsche Forschungsplattform für Energiespeicherforschung

Mit dem Center for Electrochemical Energy Storage Ulm & Karlsruhe (Celest) hat eine Forschungsplattform die Arbeit aufgenommen. Sie vereint erkenntnisorientierte Forschung mit praxisnaher Entwicklung sowie Produktionstechnologie. Celest bündelt das Know-how von 29 Instituten an den Partnereinrichtungen Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Universität Ulm sowie dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-ForschungBaden-Württemberg (ZSW).

„Als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen wir wesentliche Beiträge zum Klimaschutz und der Energiewende leisten“, sagt Professor Oliver Kraft, Vizepräsident für Forschung des KIT, zum Start der Forschungsplattform im Juli. „Mit Celest haben wir nun die größte deutsche Forschungsplattform im Bereich der elektrochemischen Energiespeicherung geschaffen.“

Dabei werde nicht nur die erkenntnisorientierte Forschung, sondern auch die Entwicklung und Fertigung von Batterien sowie Brennstoffzellen am Standort Baden- Württemberg noch schlagkräftiger und sichtbarer. Celest ist mit dem Ziel gestartet, die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Wissenschaftlern zu verbessern und den Weg für neue, interdisziplinäre Kooperationen zu ebnen. Celest wird zudem gemeinsame Aktivitäten mit anderen Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie der Industrie im In- und Ausland koordinieren und die bestehenden Kontakte weiterentwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt liege auf der Zusammenarbeit mit Industriepartnern im Hinblick auf Technologietransfer, Innovation und Kommerzialisierung neuer Technologien. Zudem habe Celest die Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern im Blick und richtet eine Graduiertenschule im Bereich der elektrochemischen Energiespeicherung ein. Die herausragende Bedeutung neuer Batterietechnologien steht auch im Fokus des gemeinsamen Antrags von KIT und Universität Ulm für den Exzellencluster „Energy Storage beyond Lithium: New storage concepts for a sustainable future“. In diesem Cluster soll die Entwicklung von Batterietechnologien auf Basis von reichlich vorhandenen, günstigen und ungiftigen Elementen wie z.B. Natrium und Magnesium vorangebracht werden und dadurch der Druck auf kritische Ressourcen verringert werden. Auch das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW) und die Justus- Liebig-Universität Gießen sind daran beteiligt.

Thematisch passende Artikel:

Gebündelte Ulmer Kompetenz für die Energieforschung

Uni Ulm, Hochschule Ulm und ZSW gründen Zentrum für Energieforschung und -technologie

In der Energieforschung hat sich die Ulmer Wissenschaftsstadt zu einem bedeutenden Zentrum entwickelt. Nun haben die Partner Universität (www.uni-ulm.de) und Hochschule Ulm (www.hs-ulm.de) sowie das...

mehr
2017-10 Infrastruktur für die Energieforschung

Institutsgebäude für das ZSW

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hat sein neues Institutsgebäude am Standort Stuttgart bezogen. Am 5. Juli 2017 fand die offizielle Einweihung statt....

mehr

DVGW gründet H2-Kompetenzverbund

Bündelung von Forschungsexpertise für den Umstieg auf Wasserstoff

Als klimafreundlicher Energieträger wird Wasserstoff nach Expertenmeinung im Transformationsprozess der Energiewende eine wichtige Rolle spielen. Um die Nutzung und den Markthochlauf von Wasserstoff...

mehr
2015-01 Batterieforschung in Ulm

Zentrum für Lithium-Ionen-Zellen

Forschungsstandort ausgebaut Mit dem neuen Helmholtz-Insti­tut Ulm steigt die Zahl der Batte­rie­forscher auf rund 300 – ZSW ist wichtiger Partner Am 31. Okto­ber 2014 hat...

mehr

Aus ForschungsVerbund Sonnenenergie wird ForschungsVerbund Erneuerbare Energien

Das Direktorium des ForschungsVerbundes Sonnenenergie (FVS) hat auf seiner Dezembersitzung 2008 in Freiburg beschlossen, den Verbund zukünftig als ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) zu...

mehr