Ingenieurmangel bereitet Sorgen

Konjunkturumfrage 2015 der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau

Der Ingenieurmangel am Bau besteht weiterhin – dies geht aus der Konjunkturumfrage 2015 der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau (www.bayika.de) hervor. Rund 43 % der befragten Ingenieure haben offene Stellen zu besetzen und über zwei Drittel der Büros geben an, Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen mit qualifiziertem Personal zu haben. „Wir beobachten diese Entwicklung mit großer Sorge“, sagt der Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, Dr.-Ing. Heinrich Schroeter und ergänzt: „Wir müssen es schaffen, mehr junge Menschen für den vielseitigen Beruf des Ingenieurs im Bauwesen zu begeistern. Ingenieure planen, bauen und erhalten unsere moderne Infrastruktur.“

Eine Verknappung von insbesondere natur- und ingenieurwissenschaftlichem Personal nicht nur auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch in der Forschung und Entwicklung lassen negative Auswirkungen auf die Innovationsfähigkeit vieler Unternehmen befürchten und könnten sich damit als Wachstumsbremse – mit negativen Folgen für das Gemeinwesen und den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Bayern – erweisen.

Positive Einschätzung der Geschäftslage – Abschwächung in 2015

Die allgemeine Geschäftslage und das derzeitige Auftragsvolumen ihres Planungsbüros bewerten rund 70 % der Umfrage-Teilnehmer als gut. Im zurückliegenden Jahr 2014 ist das Auftragsvolumen bei 48 % gestiegen, bei 46 % gleich geblieben und bei 6 % gesunken. Für das Jahr 2015 gehen jedoch nur 33 % von einem steigenden Auftragsvolumen aus. 54 % rechnen mit einem gleichbleibenden und 13 % mit einem sinkenden Auftragsvolumen.

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