Einheitsblatt VDMA 24188 veröffentlicht

Rauchschutzmaßnahmen in Treppenräumen

Der Arbeitskreis Entrauchung im Fachverband Allgemeine Lufttechnik hat ein neues Einheitsblatt zum Thema Rauchschutzmaßnahmen in Treppenräumen veröffentlicht. Das Einheitsblatt 'Rauchschutzmaßnahmen in Treppenräumen – Rauchableitung, Rauchverdünnung, Rauchfreihaltung' bezieht sich auf Rettungswege, insbesondere Treppenräume, die im Falle eines Brandes möglichst rauchfrei oder raucharm gehalten werden müssen, damit Menschen flüchten können und die Feuerwehr retten bzw. löschen kann.

 

Das Einheitsblatt erläutert unterschiedliche Anlagentechniken, die in Flucht- und Rettungswegen, insbesondere in Treppenräumen zum Einsatz kommen können, um erforderliche Schutzziele in Bezug auf Raucheinwirkung umzusetzen und bewertet sie systematisch hinsichtlich ihrer Einsatzgrenzen. In Abhängigkeit vom Brandschutzkonzept sind in Bezug auf eine mögliche Verrauchung unterschiedliche Schutzziele für die verschiedenen Bereiche des Flucht- und Rettungsweges definiert.

Die eingesetzten Anlagentypen sind:

natürliche Entrauchung

­Spülanlage ohne geregelte Druckhaltung

­Spülanlage mit geregelter Druckhaltung ohne gesicherter Abströmung im Geschoss

­Rauchschutz-Druckanlage mit gesicherter Abströmung im Geschoss

­Rauchschutz-Druckanlage mit gesicherter Abströmung im Geschoss und redundanter Betriebsweise und Sicherheitsstromversorgung.

 

Da das Baurecht nicht immer eindeutige Handlungsanweisungen für die Auswahl, Planung und Bemessung der geeigneten Anlagentechnik liefert, werden Handlungsempfehlungen für die baurechtliche Einordnung der Anlagentypen aufgeführt. Je nach Art und Nutzung des Gebäudes sind Bereiche zu unterscheiden, die rauchfrei oder raucharm zu halten sind, damit eine Nutzung des Flucht- und Rettungsweges nicht gefährdet ist, sowie Bereiche die verrauchen dürfen. Mit Flussdiagrammen wird der Anwender "in Abhängigkeit von der Gebäudehöhe" zur Auswahl des richtigen Anlagentyps geleitet.

 

Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit Rauchschutz-Druckanlagen in hohen Hochhäusern, ab 60 m Gebäudehöhe. Hier wird empfohlen eine sorgfältige Einzelfallbetrachtung vorzunehmen, da die mit zunehmender Gebäudehöhe einflussreicheren physikalischen Aspekte des Gebäudes wie z. B. Druckverluste bei Durchströmung des Treppenhauses, Thermikeinflüsse, Außentemperaturen im Sommer und im Winter oder Windeinfluss zu berücksichtigen sind.

 

Im Weiteren wird auf die Druckbelüftung von Feuerwehraufzügen und die Anforderungen von Komponenten eingegangen. Detaillierte Angaben zur Abnahmeprüfung, Instandhaltung und Dokumentation sind auch aufgeführt.

 

Das Einheitsblatt VDMA 24188 ist im Juni 2011 erschienen und über den Beuth Verlag (www.beuth.de) zu beziehen.

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