Software/Simulation | Unternehmen + Markt | 10.12.2018

BIM-Server für alle

Voraussetzung für Generischen Property Server geschaffen

  • Das IMP Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie, von ATP Wien mit BIM integral geplant. Rendering: ATP

Als Vorreiter in Kontinentaleuropa definierte Österreich bereits 2015 eine eigene BIM-Norm, nun folgte der logische zweite Schritt. Aufbauend auf der österreichischen BIM-Norm und den Vorleistungen des Merkmalservers der Universität Innsbruck, ist es gelungen, entlang der Forderungen aller Stakeholder, also aller beteiligten Kreise bzw. im Bauprozess Beteiligten, die Voraussetzungen für einen kostenlos und frei zugänglichen Generischen Property Server für Building Information Modeling (BIM) zu schaffen (Erläuterung am Textende).

Gemeinnützig und neutral

Der BIM-Server wird von einer durch die öffentliche Hand anerkannten und dauerhaft abgesicherten Institution getragen. Austrian Standards International ist bereit, als neutralen Träger für die Errichtung und den Betrieb eine 100-%-ige Tochtergesellschaft als gemeinnützige GmbH zu gründen.

Standardisiert und öffentlich

„Dieser Schritt war längst notwendig, denn ein frei zugänglicher Property Server ist eine große Chance für die ganze Branche”, erklärt Univ.-Prof. Christoph M. Achammer, TU Wien, zur geplanten Datenbank, die in dieser Form noch in keinem anderen Land existiert. „Erstmals werden sich Bauherrn und alle Planungsbeteiligten, ausführende Firmen und Baumaterialhersteller bis hin zu Betreiberorganisationen einer standardisierten und öffentlichen digitalen Infrastruktur bedienen können.”

Länderspezifisch erweiterbar

Die Konzeption des Servers soll darüber hinaus alle Möglichkeiten eröffnen, in gleicher Systematik länderspezifisch erweitert zu werden, und stellt damit ein Role Model für die Internationalisierung dar. Dies wird u.a. dadurch gewährleistet, dass ein kontinuierlicher, redaktioneller bSDD-Abgleich und die Abbildung der vollständigen IFC-Struktur Grundlage des Serverbetriebes ist.

Praxisorientierung und Qualitätssicherung

Es geht nunmehr darum, in einer Fundraising-Runde bis Jahresende 2018 die notwendigen Mittel – gemäß beiliegendem Business-Plan – für Aufbau und Betrieb für drei Jahre über „Besteller“ sicherzustellen. Diese „Besteller“ treten vierteljährlich zu einem Bestellerbeirat zusammen und melden ihre praxisorientierten Bedürfnisse, die durch einen wissenschaftlichen Beirat neutralisiert und qualitätssichernd als Aufträge an die Gesellschaft weitergegeben werden.

(Erläuterung: Der Generic Property Server ist eine Weiterentwicklung des österreichischen Merkmalservers, der die Festlegungen der österreichischen BIM-Norm 6241-2 in einer Online-Datenbank zur Verfügung stellt. Aufbauend auf dem ISO-Standard „Industry Foundation Classes“ (IFC) zur Klassifizierung digitaler Gebäudekomponenten und dem zugehörigen Attribute-Verzeichnis buildingSMART Data Dictionary (bSDD) werden folgende Punkte in der österreichischen BIM Norm geregelt und auf dem Merkmalserver abgebildet:
 
·Welche Attribute (Merkmale) in einem Objekt hinterlegt werden müssen
·In welcher Leistungsphase diese zu befüllen sind (Phasenmodell)
·Welche Disziplin dafür verantwortlich zeichnet (Rollenmodell)
 
Ein Beispiel wäre die Festlegung, dass in einer tragenden Außenwand die Feuerwiderstandsklasse bereits in der Leistungsphase Vorentwurf durch die Architektur zu definieren ist, der Wärmedurchgangskoeffizient  (U-Wert) aber erst in der Entwurfsphase definiert wird.)

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    • Heft 02 / 2019

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      Frischwasserstationen sind bereits seit Jahren eine feste Größe in der Wohnungswirtschaft. Sie können stoßweise warmes Wasser bereitstellen – und das energieeffizient sowie hygienisch einwandfrei. Zudem können die Größe des Pufferspeichers und damit einhergehende Wärmeverluste begrenzt werden. Genutzt werden können diese Vorteile jedoch nur bei richtiger Planung und Auslegung.
      Frank Urbansky, Freier Journalist und Fachautor, Mitglied der Energieblogger, 04158 Leipzig

      Foto: Buderus

    • Heft 03 / 2019

      Klimatechnik für ein Hochleistungsmessgerät – Die German Biomedicine NanoSIMS Facility in Göttingen

      Das Center for Biostructural Imaging of Neurodegeneration (BIN) der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) weihte Ende Oktober 2018 sein Nano-Sekundärionen-Massenspektrometer (NanoSIMS) feierlich ein. Das Architektur- und Ingenieurbüro pbr, Niederlassung Magdeburg, erbrachte nicht nur die Gesamtplanung für den Neubau des Forschungsgebäudes, sondern auch die bauliche Planung zur Einbringung und Sicherstellung des reibungslosen Betriebs des hochsensiblen NanoSIMS. Dabei lohnt sich ein besonderer Blick auf die spezifische Klimatechnik für das Messgerät.


      Foto: Christian Bierwagen

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