Aus new enerday wird Sunfire Fuel Cells

Brennstoffzellensysteme als Beistellgeräte und für netzferne Gebäude

Nach der Übernahme durch die Sunfire GmbH (www.sunfire.de) im Herbst 2018 firmiert das Kompetenzzentrum für Brennstoffzellen in Neubrandenburg als Sunfire Fuel Cells GmbH. Das Unternehmen treibt eine gemeinsame Plattform-Technologie für Mikro-KWK-Geräte für Wohngebäude einerseits und die Stromversorgung netzferner Anwendungen andererseits voran.

„Mit der neuen Struktur bündeln wir die Brennstoffzellen-Aktivitäten von Sunfire  in Neubrandenburg und schaffen ein deutschlandweit einzigartiges Kompetenzzentrum für Brennstoffzellen – sowohl für den Bedarf im Haus als auch im netzfernen Bereich“, begründet Sunfire-Geschäftsführer Carl Berninghausen. Dabei fließe sowohl das Know-How ein, das Sunfire als Stack-Lieferant und Hersteller von Brennstoffzellen-Heizgeräten erworben habe, als auch die Erfahrungen von new enerday mit kompakten, hochintegrierten portablen Systemen.

Darüber hinaus werde auch das Wissen des früheren Sunfire-Partners Vaillant involviert. Der Heizungsbauer hatte seine KWK-Aktivitäten nach der Entwicklung der erfolgreichen sechsten Generation vorerst ausgesetzt und anschließend das vorhandene Wissen an Sunfire übertragen. „Das Ergebnis aus der Kombination langjähriger Forschung und Entwicklung der drei deutschen Brennstoffzellen-Spezialisten sind die hochattraktiven Festoxid-Brennstoffzellensysteme, die ab Ende 2019 in Serie produziert werden.“

Beistellgerät für Wohngebäude ohne Anschluss an das Gasnetz

Mit „Sunfire-Home“ bringt Sunfire Fuel Cells ein Beistellgerät zur Strom- und Wärmeversorgung für Einfamilienhaushalte, die keinen Gasanschluss haben und bspw. den bisherigen Öl-Kessel gegen eine umweltfreundliche und effiziente Innovation austauschen möchten. Die Mikro-KWK-Lösung bietet eine elektrische Nennleistung von 750 W bei einer thermischen Leistung von 1.300 W. Vorteile von „Sunfire-Home“ sind neben der Emissionsreduzierung die hohe Effizienz sowie der vollautomatische Betrieb mit Fernzugriff und die einfache Kombination mit moderner Haustechnik wie beispielsweise einem Spitzenlastkessel und einem Warmwasserspeicher.

Das Brennstoffzellensystem „Sunfire-Home“ kann heute bereits mit LPG (Flüssiggas), zukünftig  auch mit Erdgas aus dem Netz betrieben werden. Im Rahmen des Markteinführungsprogramms PACE, gefördert vom Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) unter Horizon 2020, werden die ersten 500 Geräte im Markt platziert.

Energieversorgung in netzfernen Regionen

Unter „Sunfire-Remote“ vermarktet das Neubrandenburger Unternehmen kompakte SOFC-Brennstoffzelleneinheiten zur autarken und netzfernen Stromlieferung aus Flüssiggas, die optional auch in einem PKW-Anhänger als Hybridsystem mit Batterien und Photovoltaikelementen angeboten werden. Typische Einsatzgebiete sind u.a. die Energieversorgung von Mess- und Steuerungseinrichtungen für Öl- und Gaspipelines, die Signalbeleuchtung von Windparks in der Bauphase sowie die mobile Stromversorgung für Sicherheitssysteme und Telekommunikationsstationen.

Sunfire-Remote hat eine elektrische Leistung von 400 W und kann in netzfernen Regionen beispielsweise mit herkömmlichem Flüssiggas (LPG, Campinggas) versorgt werden. Als Hybridsystem konfiguriert, bedient es auch Anwendungen mit mehr als 1,2 kW.

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