2G und HJS kooperieren im Service

Ausbau des Servicenetzwerks für Biogas-BHKW

Die 2G Energy AG in Heek und HJS Motoren GmbH in Amtzell sind als Hersteller und Serviceanbieter für Biogas-BHKW eine Service-Kooperation eingegangen. Grundlage dafür ist eine Kapitalbeteiligung von 50 % seitens 2G an HJS. Rund 50 Jahre Erfahrung bringen die beiden Partner in die neu etablierte Zusammenarbeit für das Servicegeschäft ein.

Christian Grotholt, CEO von 2G Energy, und HJS-Geschäftsführer Hans-Jürgen Schnell sehen durch die Bündelung der Aktivitäten erhebliche Vorteile gerade auch für die süddeutschen Betreiber von BHKW der Marken 2G bzw. Schnell.

„Zusammen mit HJS bauen wir das bereits flächendeckende Servicenetzwerk von 2G gerade im süddeutschen Raum weiter aus und steigern so unsere Leistungsfähigkeit sowohl technologisch wie auch personell noch einmal ganz wesentlich. Die jeweiligen Erfahrungen aus der Entwicklung moderner Motorenkonzepte und Gesamtlösungen für BHKW kombinieren wir zu einem echten Mehrwert für die Kunden“, erläutert Christian Grotholt die Motivation für die Kooperation.

Für Hans-Jürgen Schnell ist die Nutzung von Synergien in der Zusammenarbeit mit 2G ein wichtiger Eckpfeiler für den Erfolg: „In die Kooperation bringen wir neben den Service-Kompetenzen auch die jeweiligen Innovationen im Bereich der Motorentwicklung ein, so dass mit individuell angepassten Lösungen Bestands-BHKW für den Betrieb optimiert und zukunftsfest gemacht werden können.“ Darüber hinaus werde durch neue Standorte die Ersatzteillogistik optimiert und das Kompetenzzentrum für Scania-Aggregate bei HJS bundesweit ausgebaut, ergänzt Schnell.

Für die BHKW-„BO“-Generation von Schnell hat HJS z.B. eine Technologie entwickelt, um den Gasmotor mit alter „BlueRail“-Technik von aktiver auf passive Vorkammer umzurüsten. Damit ist keine „BlueRail“-Box mehr notwendig, es entfallen Gasventile und auch der Stromverbrauch der Box von 1,7 kWh. Der elektrische Wirkungsgrad bleibt gleich, der thermische Wirkungsgrad wird angehoben. Die Standzeiten für Zündkerzen erhöhen sich auf bis zu 8.000 Betriebsstunden. Die Emissionswerte verringern sich erheblich und damit trägt die Entwicklung dazu bei, dass die Vorgaben der 44. BImSchV (Bundes Immissionsschutzverordnung) sicher erfüllt werden.

2G Energy hat durch die Neuentwicklung von Zylinderköpfen des Typs V36, die für MAN Magermotoren der 28er-Baureihe, MDE-Aggregate als Turbomotor, Mercedes Industrie-Motoren sowie die meisten MAN-Nachbauten verwendbar sind, seinerseits für die Optimierung von weit verbreiteten Bestandsmotoren gesorgt. Durch eine technische Auslegung auf 30.000 Betriebsstunden und die Verdopplung der Wartungsintervalle auf 4.000 Betriebsstunden werden Bestandsanlagen zukunftssicher gemacht. Denn durch die Umrüstung auf V36-Zylinderköpfe werden Anlagen fit für die dauerhafte Einhaltung von 500 mg/Nm³ NOx gemäß 44. BImSchV gemacht. Ein von 2G für den BHKW-Betrieb speziell entwickelter SCR-Katalysator ist ebenfalls neu verfügbar, um die entsprechenden Grenzwerte sicher einzuhalten.

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