Weltweite F-Gase-Reduzierung beschlossen

Das Klimaabkommen in Kigali

Die schrittweise Reduzierung der klimaschädlichen F-Gase ist in Europa durch die novellierte F-Gase-Verordnung schon länger ein Thema, mit dem sich die Kälte- und Klimabranche auseinandersetzen muss.

In der ruandischen Hauptstadt Kigali haben sich am 14. Oktober 2016 die Vertreter von mehr als 150 Staaten auf ein weltweit geltendes Abkommen verständigt, das die Verwendung von FKW in einem der F-Gase-Verordnung vergleichbaren Stufenplan einschränken wird. Mit der Verabredung von Kigali soll das Protokoll von Montreal ergänzt werden, das 1987 den Verzicht auf das ozonzerstörende FCKW regelte.

Die vereinbarte Reduzierung der FKW wird je nach Entwicklungsstand der einzelnen Länder unterschiedlich ambitioniert erfolgen. Ab 2019 sollen entwickelte Länder wie die USA den FKW-Einsatz um 10 % verringern, mit einer weiteren Reduzierung um bis zu 85 % bis spätestens 2036. Andere Länder wie China werden erst 2024 mit dem verringerten Einsatz beginnen, Entwicklungsländern wird mehr Spielraum eingeräumt.

Trotzdem ist das nun erzielte Abkommen als wichtiger Schritt bei der Bekämpfung des Klimawandels zu bewerten. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks wertete das Ergebnis als "Meilenstein für den weltweiten Klimaschutz". Auch die EU sprach von einem wichtigen Erfolg. "Das ist ein großer Sieg für das Klima. Wir haben den ersten konkreten Schritt getan, um die Ankündigungen von Paris vom vergangenen Dezember zu erfüllen", sagte Klimakommissar Miguel Arias Cañete. In ähnlicher Weise äußerten sich bereits zahlreiche weitere politische Vertreter und Organisationen.

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