KWW-Kommunenumfrage 2026:

Geteiltes Bild bei der Einschätzung der Wärmeplanung, Potenzial liegt in Fortschreibung

Das Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW) ist ein Projekt der Deutschen Energie-Agentur GmbH (Dena) und bietet Kommunen deutschlandweit im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) Orientierung und Know-how im Feld der Kommunalen Wärmewende.
Bild: Dena

Das Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW) ist ein Projekt der Deutschen Energie-Agentur GmbH (Dena) und bietet Kommunen deutschlandweit im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) Orientierung und Know-how im Feld der Kommunalen Wärmewende.
Bild: Dena
An der fünften Kommunenumfrage der Dena haben 778 Kommunen teilgenommen. Die Ergebnisse spiegeln das Fortschreiten der Kommunen bei der Wärmeplanung und zeigen ein geteiltes Bild in Bezug auf die Umsetzung: Während 46 5 der Befragten die Planungen für realistisch halten, sehen 46 % dies nicht so. 8 % halten die Planungen sogar für nicht umsetzbar. Positiv bewerten die Befragten die Qualität der erarbeiteten Zielszenarien und gute Ausgangsbedingungen wie vorhandene Infrastruktur oder Energieversorgungsunternehmen.

40 % der an der Umfrage teilnehmenden Kommunen befinden sich in der Umsetzungsphase, 32 % führen die Wärmeplanung gerade durch und 18 % bereiten die Planung vor. 9 % der Kommunen sind noch nicht aktiv in der Wärmeplanung. Gegenüber der Vorjahresumfrage hat sich damit die Zahl der Kommunen in der Umsetzungsphase mehr als verdoppelt.

„Die Umfrage zeigt, der Wärmeplanungsprozess in Deutschland ist in vollem Gange. Die Erkenntnisse aus den vorliegenden Plänen sind ein stabiles Fundament, um in den Fortschreibungen noch bessere Zielszenarien zu erarbeiten“, schlussfolgert Robert Brückmann, Leiter des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende (KWW) der Dena. „Die Fortschreibungen sind der entscheidende Schritt, um die Qualität der Wärmepläne zu heben und dadurch die Umsetzung präziser anzugehen”, so Brückmann weiter.

Die bereits vorliegenden Wärmepläne ermöglichen einen ersten Abgleich von bundesweit eingeplanten und verfügbaren Ressourcen für die Wärmeversorgung. Die Befragungsergebnisse zeigen beispielsweise, dass Holz als Rohstoff zur Wärmeerzeugung viel häufiger eingeplant wird, als es vor Ort verfügbar ist. 41 % gaben an, solche Anlagen einzuplanen. Allerdings könnten nur 37 % davon entsprechende Ressourcen aus eigenen Waldbeständen nutzen.

Beratungs- und Informationsangebote für höhere Sanierungsrate

44 % der Befragten geben an, dass ihre Wärmepläne von einer Sanierungsrate von mehr als 1,5 % im Gebäudebestand ausgehen. Derzeit liegt sie deutschlandweit unter einem %. Sie soll den Teilnehmenden zufolge vor allem durch Beratungs- und Informationsangebote (64 %) steigen. 26 % der Befragten geben die Vorbildfunktion kommunaler Liegenschaften als weiteren Hebel an. Nur 22 % planen eigene kommunale Förderprogramme oder andere finanzielle Anreize zur Steigerung der Sanierungsrate.

Gute Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Dienstleistenden

In der Umfrage wurde auch nach der Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Dienstleistenden gefragt. Demnach schätzen acht von zehn Kommunen diese Zusammenarbeit als gut oder sehr gut ein. Vor allem der regelmäßige Austausch und die Erreichbarkeit werden hervorgehoben (56 %). Kritisch sehen sie die Berichtsqualität (15 %), Datenerhebung und -qualität sowie Kommunikationsdefizite (beides jeweils 11 %) bei Dienstleistenden.

Umsetzung und Kommunikation der Wärmepläne als zentrale Aufgabe

Lediglich 11 % der Durchführenden und Umsetzenden sind bislang aktiv in der Bauplanung tätig. Ungefähr ein Drittel der Kommunen diskutiert bereits Maßnahmen. 76 % der Kommunen gaben an, dass der größte Bedarf darin besteht, sich einen generellen Überblick über rechtliche und planerische Verknüpfungsmöglichkeiten von Wärmeplanung und Bauplanungsrecht zu verschaffen. Weiterhin hohen Bedarf sehen die Kommunen in allen Planungsphasen für eine begleitende Kommunikation. So geben 83 % der Befragten an, dass es mehr Kommunikationsmaßnahmen zur Akzeptanzsteigerung bei Bürgerinnen und Bürgern bedarf.

Die vollständige Studie kann unter diesem Link eingesehen werden.

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