Zukunft Lebensräume und AAL-Kongress 2015

Assistenz-Technologien im demografischen Wandel

Auf rund 1000 m2 empfingen die Fachmesse „Zukunft Lebensräume“ und der AAL-Kongress gemeinsam mehr als 976 Messe- und Kongressbesucher im Frankfurter Kongresshaus Kap Europa. Mit der Veranstaltung etablieren die Messe Frankfurt und der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik – VDE – den interdisziplinären Austausch von Wohnungs-, Immobilien-, Gesundheits- und Pflegewirtschaft. Richtungsweisend sind dabei Konzepte und Technologien, die Gesundheit, Selbstständigkeit und Komfort im demografischen Wandel fördern – also den Menschen in den Fokus stellen.

80 Experten fokussierten in einem eng verzahnten Konzept die komplexen Herausforderungen des demografischen Wandels. Als Modell dafür stand bereits die Podiumsdiskussion zum Auftakt unter dem Motto „Länger gesund zu Hause“, in der sich Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e. V., Dr. Jürgen Gohde, Vorstandsvorsitzender Kuratorium Deutsche Altershilfe e. V. (KDA), Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, CEO Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), und Thomas Ballast, Vorstand Techniker Krankenkasse, austauschten. Die Podiumsdiskussion bildete den Auftakt für einen vierzügigen Kongress mit rund 150 Fachvorträgen.

 

Produkte für alle Lebensphasen

Unter Rubriken wie „Smart Home“, Nutzerintegration oder Mobilität stellten Wissenschaftler, Hersteller und Dienstleister Innovationen für Wohn- und Quartierkonzepte im demografischen Wandel vor. Diese Konzepte finden im privaten Wohnraum im gleichen Maße Anwendung wie in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern. So stellte Caparol/forbo Raumkonzepte vor, die beispielsweise mit farbig abgesetzten Boden- und Wandflächen Demenzpatienten in den eigenen vier Wänden oder stationären Einrichtungen die Orientierung erleichtern. Flexibilität für unterschiedliche Lebenssituationen bietet ein Badezimmerspiegel von sam. Er kann bis zu 10° von der Wand geneigt werden und verfügt über eine dimmbare LED-Beleuchtung in drei Farbtemperaturen. Aussteller wie etwa Kaldewei zeigten jüngste Entwicklungen rund um die barrierefreie Badgestaltung. Bodenebene Duschen sind dabei genauso ein Thema wie in der Höhe angepasste Waschtische und hochbelastbare Materialien. Ebenso standen sensorbasierte Assistenzsysteme, wie bei den Herstellern casenio oder Locate Solution, hoch im Kurs. Diese in das Raumkonzept integrierten Helfer geben – ohne aktives Betätigen eines Notrufknopfes – Warnungen aus, wenn beispielsweise der Herd über längere Zeit ungenutzt eingeschaltet ist oder eine Notsituation eintritt.

 

Positive Wertung von Themen und Format

Zufrieden zeigten sich die Beteiligten mit der Qualität der Veranstaltung, sowohl in Bezug auf deren Informationsdichte als auch hinsichtlich generierter Kontakte. Positiv sehen die Aussteller zudem die Konjunkturaussichten. Besucher freuten sich über die Produkt- und Dienstleistungsvielfalt wie über die offerierte Detailtiefe von Vorträgen und Podiumsdiskussionen.

 

Unter dem Leitgedanken „Aktives Assistiertes Leben“ findet die nächste Zukunft Lebensräume am 20. und 21. April 2016 im Congress Center der Messe Frankfurt statt.

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