Vorfristiger Austausch lohnt sich

Durch eine geschickte Wechselstrategie lassen sich nicht nur auf dem grünen Rasen, sondern auch in der Gebäudetechnik eines Fuß­ball­stadions gute Ergebnisse erzielen. Das beweist zurzeit Stefan Kopetzky, Technischer Betriebsleiter im Signal Iduna Park, der sportlichen Heimat von Borussia Dortmund. Er hat vor einiger Zeit damit begonnen, die Pumpenausstattung des mit 80552 Plätzen größten deutschen Fußballstadions auf Hocheffizienz zu trimmen.

Aktuell wurden jetzt die in der Nordtribüne gelegenen Unterzentralen der Heizungsanlage mit Hocheffizienzpumpen vom Typ „Wilo-Stratos“ (www.wilo.de) ausgestattet.

Durch einen vorfristigen Austausch gegen eine Hocheffizienzpumpe „Wilo-Stratos D 80/1-12“ lässt sich – so die erste Schätzung – der Verbrauch von bislang 8000 auf unter 3500 kWh/a senken. Deutlich höhere prozentuale Einsparpotentiale wurden sogar in einer Unterverteilung für die Sanitätsstation, das Büro des Sicherheitsdienstes und das Zuschauer-WC der Nordtribüne ermittelt. Hier werden nach dem jetzt erfolgten Austausch der Altpumpen Einsparungen zwischen 70 und 85 % erwartet.

Zusammen mit einer weiteren Pum­pe dieser Baureihe, die in einer zweiten Unterverteilung zum Ein­satz kommt, werden sich in der Wär­me­verteilung für die Nordtribü­ne Stromkosteneinsparungen von rund 1700 € im Jahr ergeben. Die Investitionskosten für die neuen Hocheffizienzpumpen amorti­sie­ren sich so nach etwa fünf Jahren.

Die Wärmeerzeugung für die Tribü­nenbereiche, aber auch für die Ra­sen­heizung des Signal Iduna Parks erfolgt in einer Heizzentrale unter­halb der Südtribüne. Herzstück sind drei Erdgaskessel, die so aus­gelegt sind, dass ein Heimspiel auch bei klirrender Kälte reibungs­los durchgeführt werden kann. Jede Kesseleinheit leistet 1600 kW, wobei jeweils zwei in Betrieb sind und eine als Reserve dient.

Die Wärmeeinspeisung erfolgt aus hydraulischen Gründen mit Festdrehzahl, zum Einsatz kommen vier Trockenläuferpumpen „Wilo-CronoLine-IL“.

Für die Rasenheizung wurde zudem eine eigene Unterstation mit eigenem Heizkreis und Wärmetauscher ein­gerichtet, um nicht im Falle von Was­serverlusten der groß dimen­sio­nierten Flächenheizung die Sys­tem­hydraulik der übrigen Heizung zu gefährden. Der für die Rasenheizung zuständige Plattenwärmetauscher hat eine Leistung von 1300 kW.

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