Reine Luft im Luxushotel
Hybrid-Luftbefeuchter im „The Chedi“Im Fünf-Sterne-Hotel „The Chedi“ in Andermatt erzeugt eine adiabate Luftbefeuchtung genau das Wohlfühlklima, das Gäste schätzen. Für eine bedarfsgerechte Steuerung wurden zwölf Hybrid-Luftbefeuchter eingebaut. Der Hotelbetreiber freut sich über die ausgezeichnete Hygiene und die geringen Betriebskosten.
Das Gebäude selbst wurde sehr rücksichtsvoll in das gewachsene...
Das Gebäude selbst wurde sehr rücksichtsvoll in das gewachsene Alpendorf gefügt. Angenehm maßstäblich sind seine vier Häuser in das Netz der kleinen, gepflasterten Straßen eingepasst. Seine Fassade aus heimischer Rottanne verleiht den bis zu sechsgeschossigen Häusern eine Prise Alpenflair.
Herrschaftliche Räume
Durchschreitet man den modernen Eingang aus Glas und Stahl, wird man von fast sechs Meter hohen Räumen empfangen. Der großzügige Eindruck wird durch die Weitläufigkeit der Räume verstärkt. Denn die vier Häuser sind in den ersten beiden Geschossen miteinander verbunden. Immer wieder kommt es zu überraschenden Raumverbindungen und -bezügen. Der Übergang zwischen innen und außen ist sehr detailliert gestaltet. Der Rhythmus von durchsichtigen und blickdichten Bauteilen akzentuiert und verbindet die verschiedenen Klimazonen innen und außen.
So bildet z. B. ein großer Holzkamin den Übergang zwischen dem etwas kühleren öffentlichen Bereich und dem gemütlichen Rückzugsbereich für die Hotelgäste. Zwei weitere Holzkamine beleben eine gemütliche Après-Ski-Bar. Insgesamt gibt es weitere 193 Kamine. So hat allein jede Suite, das sind rund ein Drittel der Zimmer, einen eigenen Kamin. Sie sind teilweise in die Wände eingebaut und schaffen spannende Durchblicke und Raumbezüge.
Die Wärme der Gaskamine trägt mit dem Spiel der Flammen zum Wohlfühlfaktor für die Gäste, wird aber auch zum Heizen verwendet. Darüber hinaus wird das Hotel nachhaltig mit Nahwärme aus Holzhackschnitzeln versorgt. Zu manchen Jahreszeiten, wie etwa im Frühsommer, stehen bei angenehmen Außentemperaturen die Außentüren des Hotels offen. Dann gelangt viel Außenluft in die Innenräume. Diese Schwankungen kann das Lüftungssystem durch seine exakte Steuerung ausgleichen. Die Befeuchtung kann dazu stufenlos geregelt werden.
Leibliches Wohl
In halboffenen Schauküchen wird Weltküche zelebriert – am beeindruckendsten wohl im japanischen Raum, einem minimalistisch gestalteten Kleinod des Hotels. Seine Wand öffnet sich, indem sie zurücktritt und von kleinen, scharfkantigen Öffnungen perforiert wird. Über einen leicht ansteigenden Weg betritt der Gast einen Raum für japanisch zeremonielles Essen.
Ein Zigarrenzimmer mit einem begehbaren Humidor und der Cheesetower, ein Turm aus Glas, in dem Käse im Höhlenklima reift, sind Stationen auf der Reise durch die unterschiedlichen, (kulinarischen) Klimazonen. In den Räumen des Hotels gestalten zwölf „Dual 2“ von Condair die Luftfeuchtigkeit. In die Lüftungsanlage des Hauptrestaurants wurde ein Gerät für 24 000 m³/h Zuluft eingebaut (technische Daten siehe Tabelle). Bemessungsfall ist der Winter mit -15 °C und einer rel. Feuchte von 90 %. Bis auf 38 °C wird die Luft vorgewärmt, damit sie nach der kühlenden Befeuchtung auf komfortable 45 % rel. Feuchte noch 21,5 °C warm ist. Die adiabate Befeuchtung beweist sich hier als die energetisch nachhaltigste Technik. Hochdruckbefeuchter benötigen für ihre Druckerhöhungspumpe wesentlich mehr Energie, ebenso wie Dampfbefeuchter für ihre Wassererhitzung. Zudem sparen die „Dual 2“-Geräte Befeuchtungswasser ein. Die Spülwasserverluste sind minimal. Die Wassermenge kann exakt gesteuert werden.
Herausforderung Hygiene
Überall dort, wo Luft mit Wasser gesättigt ist, muss sehr auf die Hygiene geachtet werden. Weder Legionellen, Schimmelpilze, Hefen noch andere Keime dürfen sich vermehren. Das Hygienekonzept des „Dual 2“ beseitigt all diese organischen Verunreinigungen effektiv. Kernstück des Hygienekonzepts ist die Silberionisierung. So wie Silbertabs Trinkwasser entkeimen, so verhindern die Silberionen und ein Sterilfilter das Wachstum und Verteilen von Keimen sowie die Bildung von Biofilmen dauerhaft. Anorganische Verunreinigungen entfernen ein Feinfilter, eine Wasserenthärtung und eine Umkehrosmose. Der Leitwert des Wassers wird automatisch überwacht. Auch in Zeiten ohne Feuchtebedarf wird der Wasserkreislauf regelmäßig gespült und damit einer Keimbildung entgegengewirkt. Für die Befeuchtung kombiniert der Hybrid-Luftbefeuchter eine Zerstäubung im Niederdruck mit einer Nachverdunstung. Auf Keramikelementen, die porös wie ein Schwamm sind und dadurch eine sehr große Oberfläche haben, werden die Wassertröpfchen gänzlich verdunstet. Die befeuchtete Luft enthält keine Aerosole mehr. Und sie ist quasi keimfrei. Die Hygiene im Betrieb wurde in einem Langzeitversuch durch das unabhängige Institut Fresenius nachgewiesen und bestätigt. Nach einem Jahr Betrieb wird die Hygiene noch einmal kontrolliert. Nach Abschalten der Anlage werden die Sprühkreise automatisch entleert. Durch das Niederdrucksystem ist die Befeuchtungsstrecke extrem kurz und die Anlage sehr kompakt.
Bezug zur Natur
Passend zur nachhaltigen Befeuchtung sind auch die im Inneren des Hotels verwendeten Materialien. Oft werden Naturmaterialien eingesetzt, die Luftfeuchtigkeit puffern können. Konstruktionshölzer bleiben gänzlich unbehandelt und damit diffusionsoffen, wie etwa im Dachgebälk. Im Boden sind die Hölzer geölt und wechseln sich mit Natursteinen ab. Kalksteine aus Belgien beruhigen mit einem blaugrauen Ton. Der örtliche Granit ist unterschiedlich geschichtet. Die raffinierte Beleuchtung funkelt wie ein Sternenhimmel. Auch für die Dekoration werden Naturobjekte, etwa eine magisch anmutende Baumwurzel und Baumscheiben, eingesetzt. „The Chedi“ ist ein modernes Luxushotel, das mit vielen Bezügen zur Natur spielt.
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