Regenwasser in der Industrie

Sparpotentiale bei Ressourcen, Energie und Betriebskosten

Während es im Wohnhaus bei der Regenwassernutzung meist um den Ersatz von Trinkwasser bei Toilettenspülung und bei Bewässerung geht, sind in der Industrie die Verwendungsmöglichkeiten infolge der großen Dachflächen vielfältiger. Allein bei Kühlung mit Regenwasser anstelle von Trinkwasser entstehen mehrfach Vorteile. Die Gebühr für das Trinkwasser und für die Ableitung von Niederschlagswasser entfällt. Regenwasser muss nicht enthärtet bzw. entsalzt werden und spart so weitere Betriebskosten für Aufbereitung von Trinkwasser und für Ableitung von Abwasser. Darüber hinaus bedeutet die Vermeidung der damit verbundenen Stoffströme und der erforderlichen Energie praktizierter Umwelt- und Klimaschutz.

Mittlerweile kostet das Ableiten von Regenwasser richtig viel Geld. Und je größer der Betrieb, desto mehr. Das ist auch bei Emil Frei Lacke im Schwarzwald so. „Selbst wenn das Ableiten kostenlos wäre“, sagt Hans-Peter Frei, einer der beiden geschäftsführenden Gesellschafter der Firma, „würden wir dieses Wasser unbedingt behalten.“ Frei Lacke nutzt das kostenlose Nass vom Himmel nicht nur, weil es Trinkwasserkosten spart. „Es ist für unsere Zwecke auch deutlich besser“, sagt Hans-Peter Frei. „Wir kühlen damit unsere Produktion von Flüssiglack und können bei Verwendung von Regenwasser im...

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