The smarter E – ein Messeverbund auf vier Standbeinen

Im Gespräch mit Markus Elsässer

tab: Herr Elsässer, skizzieren Sie bitte die vier Messen unter dem Dach der „The smarter E“ etwas näher. Mit welchen Schwerpunkten dürfen Besucher der Messe rechnen?

Markus Elsässer: Mit der Plattform „The smarter E“ fassen wir Themen und die zugehörigen Veranstaltungen für die neue Energiewelt als Ganzes zusammen. „The smarter E“ besteht zum einen aus der führenden Fachmesse der Solarwirtschaft, der Intersolar Europe, zum anderen aus drei weiteren, parallel stattfindenden Fachmessen. Das sind Europas größte und besucherstärkste Batterie- und Energiespeichermesse ees und zwei neuen...

tab: Herr Elsässer, skizzieren Sie bitte die vier Messen unter dem Dach der „The smarter E“ etwas näher. Mit welchen Schwerpunkten dürfen Besucher der Messe rechnen?

Markus Elsässer: Mit der Plattform „The smarter E“ fassen wir Themen und die zugehörigen Veranstaltungen für die neue Energiewelt als Ganzes zusammen. „The smarter E“ besteht zum einen aus der führenden Fachmesse der Solarwirtschaft, der Intersolar Europe, zum anderen aus drei weiteren, parallel stattfindenden Fachmessen. Das sind Europas größte und besucherstärkste Batterie- und Energiespeichermesse ees und zwei neuen Fachmessen. Die EM-Power ist eine Messe für die intelligente Energienutzung, speziell in Industrie und Gebäuden, und die Power2Drive ist konzipiert als Messe für Ladeinfrastruktur und Elektromobilität. Die vier Messen finden gleichzeitig statt und spiegeln die Veränderungen in der Energielandschaft wider. Die ausstellenden Unternehmen setzen zunehmend auf integrierte und intelligent vernetzte Systeme und Services.

Die „The smarter E“-Messen werden in München acht Hallen füllen, davon fünf die Intersolar (Hallen A1–A3 und B2+B3), zwei die ees (Hallen B1 und C). Die EM-Power und die Power2Drive werden jede etwa eine halbe Halle füllen (Halle C2/C1).

tab: Die Messe wird größer als noch zu Beginn des Jahres geplant. In welchen Bereichen wächst die Messe besonders stark?

Markus Elsässer: Wir erwarten insgesamt etwa rund 1.200 Aussteller und 50.000 Besucher. Aktuell sehen wir, das vor allem das Thema „Smart Renewable“ stark wächst. Darunter fallen alle Angebotsbereiche, die die Erzeugung, Verteilung und Nutzung der dezentralen erneuerbaren Energien miteinander vernetzen und neue Lösungen zeigen. Digitalisierung und Sektorkopplung spielen hier eine große Rolle. Es geht hier vor allem um neue Geschäftsmodelle, die durch Digitalisierung entstehen, wie Stromhandel oder -vermarktung und die Peer-to-Peer-Modelle. Dezentralisierung und Digitalisierung passen hier perfekt zusammen, weil Digitalisierung das ist, was Dezentralisierung viel einfacher macht, weil man viele kleine Einheiten durch Digitalisierung aggregieren kann, damit sie als großer Abnehmer oder Anbieter am Markt auftreten können. Das sind Dinge, die nun einfacher werden und auch direkt den dezentralen Erzeuger mit einem dezentralen Abnehmer wieder zusammenzubringen. Auch die Möglichkeit, Sektorengrenzen zu überwinden, durch Power-to-Heat, oder das Laden von Elektroautos sind wichtige Trendthemen.
In diesem Bereich haben alle Anbieter flächenmäßig noch mal stark zugelegt. Der größte Zuwachs kommt aber tatsächlich aus dem Bereich vernetzte Systemlösungen.

tab: Welche Rolle spielt dann noch die „alte“ Intersolar im Messemix der „The smarter E“?

Markus Elsässer: Die Intersolar Europe als die führende Messe der Solarwirtschaft und die größte in Europa fokussieren wir nun wieder stärker auf Solarthemen. Durch „The smarter E“ gibt es aber insgesamt viel mehr Themen und Angebote zur neuen Energiewelt als Ganzes. Wir haben erkannt, dass wir bestimmte Zielgruppen aus Industrie und Gewerbe, aber auch der Energie- und Immobilien-/Wohnungswirtschaft besser erreichen können, wenn wir das Angebot noch einmal spezieller auf die jeweiligen Zielgruppen zuschneiden. Das machen wir durch die Bündelung von vier führenden Energiemessen unter einem Dach. Davon sind mit der Intersolar und ees Europe zwei Messen bereits Leitmessen in ihren Branchen.

tab: Die EM-Power im Rahmen der Messe dürfte für TGA-Ingenieure/Facility Manager besonders interessant sein. Denn in Halle C2 werden die Bereiche Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Verbrauch von Energie thematisch miteinander verknüpft. Was erwartet die Messebesucher konkret?

Markus Elsässer: Die EM-Power konzentriert sich auf die intelligente Energiebereitstellung und -nutzung in Industrie und Gebäuden. Hier werden sowohl erneuerbare und effiziente Ener­gie­tech­niken als auch intelligentes Energiemanagement und Dienstleistungen bis hin zu Betreibermodellen präsentiert, die für den professionellen Prosumer von heute und morgen wichtig sind. Die EM-Power ist somit die erste Messe in Deutschland, die den pro­fes­sio­nel­len Energiekunden in den Mittelpunkt stellt. In der neuen Energiewelt sind Kunden nicht mehr monopolgebundene Ener­gie­abneh­mer wie früher. Wo einst Großkraftwerke fernab der Verbraucher standen, sind es heute zunehmend Photovoltaikanlagen, Blockheizkraftwerke, Biomassekessel oder Wärmepumpen, die Strom und Wärme dort produzieren, wo sie benötigt werden – direkt beim Verbraucher. Dezentrale und erneuerbare Eigenversorgung, Contracting und Energiedienstleistungen lösen die Grenzen zwischen Erzeuger und Verbraucher auf. Prosumer sind also gleichzeitig Energieproduzenten und -verbraucher. Dadurch entstehen auch neue Geschäftsmodelle.

Diese Entwicklung greift die EM-Power auf und bietet z.B. im Rahmenprogramm das Thema intelligente Energienutzung in Industrie und Gebäuden ganz fokussiert auf die einzelnen Nutzer-Zielgruppen an. Mit den Ausstellern, die auf der EM-Power vertreten sind, wird ein komplettes Systemangebot vorhanden sein, das weit über das hinausgeht, was wir bisher auf der Intersolar und ees Europe zeigen konnten.

tab: Ist ein Vortragsprogramm für die Messebesucher geplant?


Markus Elsässer: Für 2018 organisieren wir eine „The smarter E“-Konferenz, bei der übergreifende Themen wie Digitalisierung und Dezentralisierung, Netzinfrastruktur, Lastmanagement, Smart Buildings, Smart Grids und vieles mehr aufbereitet werden. Die „The smarter E“-Konferenz wird sich speziell mit Verknüpfungsthemen beschäftigen, also Sektorkopplung, virtuellen Kraftwerke, Verbundkraftwerken und Vermarktungsmodellen.

Zur EM-Power sind jeweils halbtägige Energie-Kompakt-Foren im Programm, die sich an den professionellen Energiekunden, an Entscheider aus Industrie und Produktion sowie an Energie-, Gebäude- und Facility Manager richten. Vorgestellt und diskutiert werden praxisrelevante Best Practice-Projekte sowie Lösungen für den effizienten Betrieb von Gebäuden und Anlagen. Am Mittwoch stehen vormittags gewerbliche Wohngebäude und Quartiere, nachmittags kommunale Liegenschaften und öffentliche Gebäude im Fokus. Der Donnerstagvormittag richtet sich an den Prosumer aus den Bereichen Industrie und Produktion.

Ebenfalls am Nachmittag wird die Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE) in mehreren Vorträgen den Markt für Energieeffizienzdienstleistungen und -lösungen, Trends in der Industrie und aktuelle Entwicklungen im Bereich der Bundesförderprogramme vorstellen. Am Freitagvormittag werden Lösungen und Projekte aus Hotel und Gastronomie vorgestellt, nachmittags ist die effiziente Energieversorgung im Krankenhaus- und Pflegebereich Thema. Die Energie-Kompakt-Foren sind für Messebesucher kostenfrei.

tab: Vielen Dank für die Auskünfte. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Veranstaltung und sind gerne mit der Redaktion wieder vor Ort.

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