Wissenschaft als Teil der Gesellschaft

Das „Labor von morgen“

Das Planungs- und Beratungsunternehmen Arup hat in seiner Studie „Future of Labs“ wichtige Trends identifiziert, die die Zukunft wissenschaftlicher Forschungseinrichtungen bestimmen. Mit der zunehmenden Spezialisierung der Wissenschaft steigt der Bedarf an interdisziplinärer Forschung und dafür dienlichen Kollaborationen. Infolgedessen wird sich neben den traditionellen Forschungseinrichtungen eine neue Generation von Forschungsinstituten in den Innenstädten etablieren. Diese suchen Kollaborationen mit der Wirtschaft sowie weiteren Forschungseinrichtungen und beziehen oft auch die Städte und ihre Bevölkerung mit ein. Damit findet wissenschaftliche Forschung nicht mehr nur in abgegrenzten und abgesicherten Räumen statt, sondern wird zu einem Teil der Gesellschaft.

Der ansteigende Bedarf an interdisziplinären Kollaborationen wird die Gestaltung der Räume, in denen Forschung stattfindet, maßgeblich beeinflussen. Forschungseinrichtungen müssen ein breites Spektrum an hochspezia­lisierten und multidisziplinären Aktivitäten ermöglichen und zudem zu Interaktionen einladen. Neben der Funktionalität der Räumlichkeiten gewinnen die individuellen Bedürfnisse der Forscher an Bedeutung. Im Trend sind modulare Gebäude, deren Nutzungen sich nach Bedarf verändern lassen.

Die englischsprachige Studie „Future of Labs“ kann unter http://publications.arup.com/Publications/FutureofLabs.aspx heruntergeladen werden.

 „Um […] intelligente Laborkonzepte zu entwickeln, die die Bedürfnisse der wissenschaftlichen Forschung und der dort tätigen Menschen bestmöglich unterstützen, müssen wir das Ausmaß dieses speziellen Ökosystems und die damit einhergehenden komplexen Wechselwirkungen zwischen Menschen, Räumen und Kontexten verstehen. Es geht weit über die physischen Räume der Forschungseinrichtungen hinaus. Es umfasst unter anderen die Menschen, die die Forschung ermöglichen, die Orte, an denen wissenschaftliche Entdeckungen stattfinden, und die Infrastruktur, die zur Entwicklung von Innovationen erforderlich sind“, erläutert Dr. Gereon Uerz, Leiter Foresight Europe bei Arup.

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