Panasonic zieht Bilanz

Auf dem Weg in den Wärmepumpenmarkt

Der Umweltschutz und die Entwicklung „grüner“ Produkte sind zentrale Bestandteile der Firmenphilosophie des japanischen Herstellers Panasonic. Die Wärmepumpe ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Produktbereich auf dem Weg, ein „grünes Unternehmen“ zu werden. Der Einstieg von Panasonic auf dem deutschen Wärmepumpen-Markt begann 2011. Im Rahmen einer Pressekonferenz zog Panasonic Bilanz und gab einen Ausblick auf die kommenden Entwicklungen.

Der Umweltschutz und die Entwicklung „grüner“ Produkte sind zentrale Bestandteile der Firmenphilosophie des japanischen Herstellers Panasonic. Die Wärmepumpe ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Produktbereich auf dem Weg, ein „grünes Unternehmen“ zu werden. Der Einstieg von Panasonic auf dem deutschen Wärmepumpenmarkt begann 2011. Im Rahmen einer Pressekonferenz zog Panasonic Bilanz und gab einen Ausblick auf die kommenden Entwicklungen: In Deutschland wurden in den vergangenen Jahren zwischen 50 000 und 60 000 Wärmepumpen pro Jahr installiert. Dabei gab es eine Verschiebung hin zu den Luft-/Wasser-Wärmepumpen, von denen 2012 37 300 verkauft wurden (Erdreich: 22 200). Als einer der führenden Klimagerätehersteller hat Panasonic schon seit vielen Jahren große Erfahrung in diesem Produktsegment, der Einstieg in den deutschen Markt vollzog Panasonic jedoch erst im Jahr 2011. Keine leichte Aufgabe, wie Andreas Gelbke, bei Panasonic verantwortlich für das Klima- und Wärmepum­pen­geschäft in D-A-CH, rückblickend bestätigt. Namhafte andere Hersteller hatten sich bereits positioniert und Panasonic startete bei den Wärmepumpen-Vertriebsaktivi­täten quasi bei null. Das Unter­neh­men hat zwar einen guten Ruf und auch eine beachtliche Markenbekanntheit, dies galt jedoch nicht für den Heizungsmarkt – hier war man zumindest in Deutschland ein Newcomer.

Ausbau des Vertriebsnetzes

Hilfreich war, dass Panasonic im technischen Bereich nicht bei null beginnen musste, sondern auf Wärmepumpenmodelle, die sich weltweit bewährt hatten, zurückgreifen konnte. Mit zwei Baureihen („Aquarea LT“ und „Aquarea T-CAP“) ging das Unternehmen 2011 an den Start. Zunächst mussten die Rahmenbedingungen für den Vertrieb geschaffen werden. Neben den langjährigen Handelspartnern aus dem Klimasegment mussten neue Vertriebswege gefunden werden, um den Heizungsmarkt zu erschließen. So konnten regionale und überregionale SHK-Großhändler, wie z. B. LiGo, Reinshagen & Schröder, Pfeiffer & May oder Richter + Frenzel, ins Boot geholt werden. Parallel dazu wurde die eigene Vertriebsmannschaft bei Panasonic im Bereich Heizung zur Unterstützung der Handelspartner, Installateure und Planer ausgebaut.

Neben den Vertriebsstrukturen wurden auch die Service­bausteine rund um die Produkte ergänzt. 2012 eröffnete das Panasonic-Trainingscenter in Wiesbaden. Dokumentationen und Auslegungssoftware wurden bereitgestellt, eine Hotline für Kunden, aber auch für technischen Support geschaffen, das Servicenetzwerk ausgebaut, ein Internetportal gestartet und die Verbandsarbeit intensiviert.

Um die Zusammenarbeit mit Handel, Handwerk und Planern noch weiter zu stärken, hat Panasonic den „Panasonic PRO Club“ ins Leben gerufen. Die Plattform bietet unter www.panasonicproclub.com einen direkten Kommunikationskanal. Hier sind u.a. die „Aquarea“-Wärmepumpen-Auslegungs-Soft­ware oder die VRF-Software zugänglich. Auf der Webseite findet man neben den Katalogen und Informationen zu Heizungs- und Klimaprodukten nützliche Tools wie z. B. einen Geräusch-Emissionsrechner sowie einen
Energielabelgenerator und man kann auf die Projektunterstützung zugreifen oder sich Hilfe zur richtigen Gerätewahl einholen.

67 Luft-/WasserWärmepumpenmodelle

Die Produktpalette wurde seit 2011 ebenfalls sinnvoll erweitert. So wurde die „Aquarea“-Baureihe um die Serie „HAT“, deren Einsatzbereich vornehmlich in der Sanierung von Bestandsgebäuden liegt, ergänzt. 2012 lag der Fokus auf den Minikompakt- und Minisplitsystemen für den Neubau, 2013 erfolgt mit der „Aquarea T-CAP“ in 16 kW die Ergänzung nach „oben“. Ab November 2013 kommt die „Aquarea“-Monoblock-Wärmepumpe mit 5 kW Heizleistung auf den Markt (COP von 5,08). Ebenfalls neu in 2013 sind der „Aquarea-Wärmepumpenmanager“ (HPM) sowie (Paket-)Lösungen für Wärmepumpen und Photovoltaik. Insgesamt hat Panasonic derzeit 67 verschiedene Luft-/Wasser-Wärmepumpen in einem Leistungsbereich von 3 bis 16 kW im Programm. Entsprechend der Entwicklung in den letzten zwei Jahren ist die Zielsetzung für 2014 hoch: Hier möchte Panasonic unter die Top 3 der Anbieter für Luft-/Wasser-Wärmepumpen kommen und sich dort auf Dauer etablieren.

Neuheiten im Bereich Klimasysteme

Auch im „Klima-Bereich“ hat sich viel getan bei Panasonic. Ein großer Schritt war die „Übernahme“ von Sanyo bzw. deren VRF-Technologie in 2011, ebenso die Produkteinführung der „ECOi“-VRF Systeme. In 2011 startete außerdem die Projektarbeit mit Panasonic-Planerberatern.

Ebenso wie bei den Wärmepumpen wurde auch hier viel Wert auf die Entwicklung der Rahmenbedingungen gelegt: Im Trainingscenter finden seit 2012 regelmäßig Schulungen statt, Dokumentationen werden zur Verfügung gestellt und mit der Auslegungssoftware „VRF-Designer“ wurde Planern die Möglichkeit der Auslegung eines komplexen VRF-Systems am PC gegeben. Auch die Produktpalette wurde erweitert. So kam 2012 die „ECOi“-Serie „6N“ auf den Markt, es folgten mit „ECO-G“ optimierte gasbetriebene VRF-Systeme und mit der Serie „PACi“ wurde ein völlig überarbeitetes Klimasystem eingeführt. 2013 kommt nun mit dem „ECOi“-3Leiter-VRF-System „MF 2“ ein Wärmerückgewinnungs-VRF der neusten „6N“-Generation auf den Markt, zudem wird das Sortiment im Bereich Gaswärmepumpen um die Baureihe „ECO-G High-Power“ erweitert.

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