Exklusiver Onlinebeitrag: Haustechnik im Heilbronner Klinikum

Brand- und Wärmeschutz bei hoher Installationsdichte

Ende 2016 wurde der erste Bauabschnitt des „Klinikums am Gesundbrunnen“ in Heilbronn eröffnet. Der Klinikneubau gehört mit vier weiteren Standorten zum Verbund der SLK-Kliniken Heilbronn GmbH. Neben Patientenzimmern mit 550 Betten beherbergt das Klinikum einen zentralen OP-Bereich mit 16 Operationssälen. Die haustechnischen „Lebensadern“ im Innern des Gebäudes wurden mit nichtbrennbarer Steinwolle gedämmt. Große Dimensionen, eine hohe Installationsdichte und besondere Anforderungen an Hygiene und Brandschutz galt es dabei zu berücksichtigen.

Für die Verteilung von Wärme, Warm- und Trinkwasser sowie frischer Luft sorgt im „Klinikum am Gesundbrunnen“ ein komplexes Leitungs- und Kanalnetz. Moderne Strömungsteiler und Regulierventile ermöglichen die exakte Verteilung aller Medien. Gefragt war für das gesamte Netz eine Dämmung, die sowohl den vorbeugenden baulichen Brandschutz unterstützt als auch Wärmeverluste minimiert. Als besondere Herausforderung beschreibt Frank Götz, Inhaber und Geschäftsführer der ITW Isoliertechnik Würzburg, dabei die Dimension des Projektes, aber auch die enorme Installationsdichte und die teils komplexen...

Für die Verteilung von Wärme, Warm- und Trinkwasser sowie frischer Luft sorgt im „Klinikum am Gesundbrunnen“ ein komplexes Leitungs- und Kanalnetz. Moderne Strömungsteiler und Regulierventile ermöglichen die exakte Verteilung aller Medien. Gefragt war für das gesamte Netz eine Dämmung, die sowohl den vorbeugenden baulichen Brandschutz unterstützt als auch Wärmeverluste minimiert. Als besondere Herausforderung beschreibt Frank Götz, Inhaber und Geschäftsführer der ITW Isoliertechnik Würzburg, dabei die Dimension des Projektes, aber auch die enorme Installationsdichte und die teils komplexen Leitungsführungen und -geometrien. „Insgesamt haben wir rund 120.000 laufende Meter warmgehende Leitungen nach EnEV und Trinkwasserleitungen nach DIN 1988-200 gedämmt. Hinzu kamen noch einmal 45.000 m2 zu isolierende Fläche auf den Luftkanälen sowie fast 5.000 m brandschutztechnische Isolierung im Bereich der Rohrabschottungen, die von der Stuttgarter Niederlassung der svt Brandschutz ausgeführt wurden. Gemeinsam mit den Kollegen haben wir höchste Anforderungen in puncto Brandschutz und Hygiene erfüllt.“

 

Rascher Baufortschritt dank einfacher Verarbeitung

Um die gesetzten Brandschutzanforderungen unabhängig von der Art der verbauten Leitungen zuverlässig erreichen zu können, setzte das Team der ITW bei der Wärmedämmung nahezu vollständig auf Systeme aus nichtbrennbarer Steinwolle. So wurden Heizungs- und Warmwasserrohre mit der „Rockwool 800“ Rohrschale gedämmt, mit der eine schnelle und sichere Verarbeitung zu gewährleisten war. „Diese Rohrschalen sind mit einer gitternetzverstärkten, reißfesten Aluminiumfolie kaschiert und werden passend für die Rohrdurchmesser geliefert. So können wir sie mit der werkseitig aufgeschlitzten Seite nach unten leicht über die Leitungen legen. Anschließend wird einfach die Schutzfolie der selbstklebenden Überlappung gelöst und die Rohrschale so geschlossen“, erläutert Frank Götz. Auch die weitere Fixierung ist einfach: Sechs Wicklungen mit Bindedraht pro laufendem Meter sichern die Rohrschale, Stoßstellen werden mit Aluklebeband verklebt. Da „Rockwool 800“-Rohrschalen besonders druckbelastbar und formstabil sind, fällt es leicht, sie sehr genau zuzuschneiden. 90- oder 45-Grad-Bögen bzw. T-Stücke für abzweigende Leitungen können problemlos vor Ort erstellt werden. Hierbei hilft ein Kennzeichnungsaufdruck auf der Aluminiumkaschierung, der mit einer 45-Grad-Linierung den genauen Zuschnitt erleichtert.

 

Der passende Partner für besten Brandschutz

Für zuverlässigen Brandschutz sorgte die Verarbeitung im System: Während im Bereich von Wand- und Deckendurchführungen nichtbrennbare „Conlit 150U“ Brandschutzschalen zur Abschottung eingesetzt wurden, sorgen die nichtbrennbaren „Rockwool 800“-Rohrschalen für Wärmedämmung und Brandschutz auf der übrigen Länge der Leitung. „Da die ‚Rockwool 800’ als weiterführende Dämmung vor und nach einer ‚Conlit’-Abschottung geprüft ist, kann die Isolierung über die gesamte Länge der Leitung mit unseren Rohrschalen unter Beibehaltung der Verarbeitungsweise ausgeführt werden“, erläutert Produktmanager Harald Heermann von der Deutschen Rockwool. „Und das auch dann, wenn die Rohre selbst brennbar sind. Das heißt: Einerlei, für welches Rohr sich die Installateure zuvor entschieden haben – die Isolierer sorgen mit den nichtbrennbaren Dämmungen von Rockwool im System für Sicherheit.“ Damit „Conlit 150U“ Brandschutzschalen Rohrabschottungen in Massivwänden und -decken ebenso wie in leichten Trennwänden zu realisieren sind, konnten sie ebenso wie die „Rockwool 800“-Wärmedämmung nahezu im gesamten Gebäude eingesetzt werden.

 

Fürs Runde und fürs Eckige

Um Wärmeverluste auch über die teils viele hundert Meter langen Lüftungskanäle des Klinikneubaus mit ihren unterschiedlichen Geometrien zu minimieren, wurden diese mit aluminiumkaschierten „Klimarock“-Steinwollematten gedämmt. „Die eckigen Lüftungskanäle in den Fluren versorgen die nebenliegenden Räume über runde Anschlusskanäle mit Frischluft. Daher war ein Dämmsystem gefragt, mit dem beide Kanalformen zuverlässig zu isolieren sind – nichtbrennbar versteht sich“, so Frank Götz. Die Entscheidung fiel für die Verarbeitung von gitternetzverstärkten, aluminiumkaschierten „Klimarock“-Steinwollematten, weil diese die benötigte Flexibilität in der Verarbeitung bei gleichzeitig hoher Druckfestigkeit bieten. Ihre überwiegend senkrecht zur Mattenebene gerichtete Mineralwollstruktur erleichtert den präzisen Zuschnitt.

 

Auf Maß geschnitten werden die Matten einfach um die Kanäle gelegt, Längs- und Querstöße mit dem selbstklebenden „Rockwool Alufix“-Klebeband dicht verklebt. Anschließend erfolgt die mechanische Befestigung mit sechs, an den Kanalunterseiten mit zehn Schweiß-/ Klebestiften je m2. Die so geschaffene effektive Dämmung der Klima- und Lüftungsleitungen reduziert nicht nur Wärmeverluste, sondern auch Schallemissionen, die durch die Luftströmung innerhalb der Kanäle verursacht werden.

 

„Patienten und Mitarbeiter des Heilbronner Klinikums profitieren heute von zahlreichen Maßnahmen, die u. a. wir von der ITW umgesetzt haben, um Wärme-, Brand- und Schallschutz im Gebäude sicherzustellen“, stellt Frank Götz abschließend fest. „Auch wenn die meisten von ihnen es niemals sehen werden – unsere Arbeit und die Rockwool-Systeme haben sehr viel mit Sicherheit und Wohlbefinden der Menschen im neuen Klinikum zu tun. Darauf sind wir stolz.“


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