SHK+E Essen 2026: Fokus auf Technologieoffenheit und Vernetzung
Torben Brinkmann über die Schwerpunkte und FormateDie SHK+E Essen 2026 positioniert sich erneut als zentraler Treffpunkt der SHK-Branche. Projektleiter Torben Brinkmann spricht im Interview über die aktuelle Marktstimmung, wachsende Ausstellerzahlen, neue Schwerpunkte in den Bereichen Sanitär, Heizung, Klima und Elektro sowie über Formate, mit denen gezielt TGA-Ingenieure angesprochen werden sollen.
tab: Herr Brinkmann, wie ist die SHK-Branche aus Ihrer Sicht aktuell aufgestellt – im Heizungs-, Sanitär- sowie Klima- und Lüftungsbereich? Und welche Rolle übernimmt die SHK+E Essen als erstes Branchenhighlight des Jahres?
Torben Brinkmann: Als erste Veranstaltung des Jahres und als größte SHK-Messe in Westdeutschland wird die SHK+E Essen als zentraler Treffpunkt der Branche wahrgenommen. Trotz der aktuell durchwachsenen Marktsituation werden wir einen sehr vollständig abgebildeten Heizungsbereich präsentieren – mit allen großen Marktteilnehmern. Im Sanitärbereich, der bei der letzten...
tab: Herr Brinkmann, wie ist die SHK-Branche aus Ihrer Sicht aktuell aufgestellt – im Heizungs-, Sanitär- sowie Klima- und Lüftungsbereich? Und welche Rolle übernimmt die SHK+E Essen als erstes Branchenhighlight des Jahres?
Torben Brinkmann, Projektleiter der SHK+E Essen.
Bild: tab
Torben Brinkmann: Als erste Veranstaltung des Jahres und als größte SHK-Messe in Westdeutschland wird die SHK+E Essen als zentraler Treffpunkt der Branche wahrgenommen. Trotz der aktuell durchwachsenen Marktsituation werden wir einen sehr vollständig abgebildeten Heizungsbereich präsentieren – mit allen großen Marktteilnehmern. Im Sanitärbereich, der bei der letzten Veranstaltung deutliche Einschnitte verzeichnete, konnten wir insbesondere im Objektbereich wieder namhafte Hersteller zurückgewinnen, die teils seit 2018 erstmals wieder vertreten sind. Auch der Sanitärinstallationsbereich wird in Halle 6 weitgehend vollständig abgebildet sein. Werkzeuge finden sich erneut in Halle 2. Das Elektroangebot wird zur nächsten Veranstaltung in Halle 3 integriert, um gezielt die Synergien zwischen Heizungsindustrie und elektrischen Anwendungen sichtbar zu machen – etwa bei Photovoltaik, Wechselrichtern, Wallboxen oder der Kopplung von PV-Anlage und Wärmepumpe.
tab: Wie entwickelt sich der Ausstellerstand aktuell?
Torben Brinkmann: Derzeit [Anm. d. Red.: Dezember 2025] liegen wir bei knapp unter 300 Ausstellern. Nach aktuellem Stand werden wir den Buchungsstand der letzten Veranstaltung übertreffen und ein leichtes Wachstum verzeichnen. Treiber dafür sind u. a. die Rückkehr der Sanitär-Objektanbieter sowie ein wachsender Elektrobereich. Insgesamt ist festzuhalten, dass nahezu alle Messebereiche einen leichten Zuwachs verzeichnen.
tab: Im Sanitärbereich rücken Themen wie Trinkwasserhygiene, Smart Solutions und barrierefreie Badkonzepte stärker in den Fokus. Auf welche Schwerpunkte setzen Sie hier?
Torben Brinkmann: Zentraler Anlaufpunkt wird der „Treffpunkt Trinkwasser“ in Halle 6 sein. Mit der figawa haben wir hier einen sehr kompetenten und starken Partner an unserer Seite. Thematisch geht es u. a. um Trinkwasserqualität, Trinkwasserhygiene und Wasserwiederverwendung – auch vor dem Hintergrund neuer EU-Regularien, die dort im Detail vorgestellt werden können. Ein weiterer Schwerpunkt ist die nachhaltige Stadtentwicklung – etwa Dach- und Fassadenbegrünung sowie das Konzept der Schwammstadt. Neben dem Nachhaltigkeitsgedanken werden hier auch regulatorische Anforderungen in den Fokus gerückt.
tab: Was erwartet die Fachbesucher im Bereich Klima- und Lüftungstechnik?
Torben Brinkmann: Die Themen Klima und Lüftung sind in den Hallen 1 und 3 wiederzufinden und bewusst eng mit dem Heizungsbereich verzahnt, da viele Anbieter beide Gewerke bedienen. Der Schwerpunkt liegt etwas stärker in Halle 1. Ein spezielles Rahmenprogramm ist perspektivisch denkbar, sofern entsprechender Zuspruch aus der Branche besteht.
tab: Welche praxisnahen Inhalte bietet die Messe im Heizungsbereich?
Torben Brinkmann: In Halle 2 findet das Heizungsforum statt, ergänzt durch Best-Practice-Beispiele im Content Lab in Zusammenarbeit mit SHK-Info und den „Heizungsbauern aus Leidenschaft“. Dort geht es sehr praxisnah und „hands-on“ zu. Die eigentliche Produkt- und Montagetechnik erleben Besucher an den Ständen der Hersteller. Gerade die großen Marktteilnehmer bieten hier umfangreiche Einblicke in neue Geräte und Lösungen – stets unter dem Aspekt der Technologieoffenheit.
tab: Wie adressieren Sie gezielt TGA-Ingenieure und Planungsbüros?
Torben Brinkmann: Diese Zielgruppe gezielt anzusprechen, erfordert besondere Aufmerksamkeit. Umso wichtiger ist der neue Fokustag „Hospitality“, den wir 2026 erstmals durchführen. Er findet im Sanitär Hub in Halle 7 statt und richtet sich gezielt an Hotelbetreiber, TGA-Fachplaner und Architekten. Das Programm umfasst informative Fachvorträge und Paneldiskussionen am Vormittag, einen kuratierten Messerundgang zu passenden Ausstellern sowie eine exklusive Networking-Veranstaltung am Nachmittag in einem hochwertigen, separaten Rahmen, um da nochmal in den Austausch zu kommen.
tab: Welche Bedeutung hat die Technologieoffenheit der Messe für gewerkeübergreifendes Arbeiten?
Torben Brinkmann: Aus unserer Sicht ist sie extrem wichtig. Der deutsche Gebäudebestand ist sehr heterogen, mit unterschiedlichen Baualtersklassen, Gebäudehüllen und technischen Voraussetzungen. Nicht jede Lösung ist überall umsetzbar – auch aus regulatorischen Gründen. Als Plattform ist es unser Anspruch, diese Vielfalt abzubilden und Technologieoffenheit anzubieten. Das entspricht auch dem Wunsch der Branche und wird regelmäßig im Messebeirat diskutiert sowie weiterentwickelt.
tab: Welche Rolle spielen E-Mobilität und Ladeinfrastruktur auf der SHK+E Essen 2026?
Torben Brinkmann: Das Thema ist dem Elektro- und Werkzeugbereich zugeordnet. Neben nachhaltiger Energieerzeugung – etwa PV-Anlagen, Batteriespeichern und Wechselrichtern – gewinnt E-Mobilität für Handwerksbetriebe zunehmend an Bedeutung, insbesondere für Kurzstrecken. Daher werden neben technischen Lösungen auch Mobilitätsanbieter vertreten sein, vorwiegend in Halle 2. Damit decken wir sowohl die Anlagentechnik als auch die Fahrzeugseite ab.
tab: Abschließend eine persönliche Frage – worauf freuen Sie sich bei der SHK+E Essen 2026 am meisten?
Torben Brinkmann: Ganz klar auf den persönlichen Austausch. Viele Kontakte bestanden in den vergangenen zwei Jahren überwiegend digital – umso schöner ist es, sich wieder persönlich zu begegnen. Darüber hinaus freue ich mich auf neue Programmpunkte wie den Fokustag Hospitality und den Ausbau des Content Labs, das gezielt eine jüngere, digitale Zielgruppe anspricht. Und natürlich ist der Moment, wenn die Messetore aufgehen, immer etwas Besonderes – dann fällt ein großer Teil der Anspannung ab. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Veranstaltung.
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