Neues Sicherheitssystem im Energie- und Technikpark der Stadt Trier

Vernetzte Brandmeldetechnik im Maxiformat

Schon die bloße Auflistung der Fakten ist beeindruckend: acht miteinander vernetzte Brandmelderzentralen “hifire 4400”, über 1.000 installierte Melder, neun Feuerwehrinformationszentralen sowie eine Gefahrenmelderzentrale “hiplex 8400H” mit 15 Sicherungsbereichen. Hinter diesen Zahlen steckt das umfassende Sicherheitssystem für den neuen Standort der Stadtwerke Trier.

ETP heißt voll ausgesprochen Energie- und Technikpark und ist der neue zentrale Standort für die technischen Abteilungen der Stadtwerke Trier. Dieser steht auf dem Gelände einer ehemaligen Papierfabrik, welches die Stadtwerke im Jahr 2013 gekauft hat. Drei Jahre danach begann mit den Abrissarbeiten die Neuentwicklung der 45.000 Quadratmeter großen Fläche am nördlichen Rand der ältesten Stadt Deutschlands. Ausreichend Platz für die Stadtwerke Trier, um hier Technik-Betriebe, Zentrallager, die Telekommunikationstochter SWT Trilan, ein Rechenzentrum sowie verschiedene Einheiten der...

Der 45.000 m2 große Energie und Technikpark ist der neue zentrale Standort für die technischen Abteilungen der Stadtwerke Trier.
Bild: SWT Trilan

Der 45.000 m2 große Energie und Technikpark ist der neue zentrale Standort für die technischen Abteilungen der Stadtwerke Trier.
Bild: SWT Trilan
ETP heißt voll ausgesprochen Energie- und Technikpark und ist der neue zentrale Standort für die technischen Abteilungen der Stadtwerke Trier. Dieser steht auf dem Gelände einer ehemaligen Papierfabrik, welches die Stadtwerke im Jahr 2013 gekauft hat. Drei Jahre danach begann mit den Abrissarbeiten die Neuentwicklung der 45.000 Quadratmeter großen Fläche am nördlichen Rand der ältesten Stadt Deutschlands. Ausreichend Platz für die Stadtwerke Trier, um hier Technik-Betriebe, Zentrallager, die Telekommunikationstochter SWT Trilan, ein Rechenzentrum sowie verschiedene Einheiten der Stadtverwaltung unterzubringen. Insgesamt haben die Stadt Trier sowie die Stadtwerke Trier in den vergangenen Jahren etwa 400 Arbeitsplätze in den ETP verlegt. Hinzu kommen noch die Mitarbeitenden des Trierer Theaters, das ebenfalls seit kurzem seine Werkstätten, Probebühnen sowie die Schneiderei auf das Gelände verlegt hat.

Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt

Für den ETP wurden größtenteils bereits vorhandene Gebäude genutzt. Altbau-Charme verbindet sich dort mit modernem Büroambiente. Bei allen Um- und Neubauten standen Aspekte der Energie- und Ressourceneffizienz sowie eine nachhaltige Arbeitsplatz- und Bürogestaltung auf der Agenda. Die Gebäude sind in Anlehnung an das Cradle-to-Cradle-Prinzip aus- und umgebaut worden, bei dem nicht nur der erste Nutzen betrachtet wird, sondern auch die Verwendung der Rohstoffe nach dieser Nutzungsphase. Verschwendung von Ressourcen wurde so vermieden. Darüber hinaus wurde ein autarkes, CO2-neutrales Energiekonzept integriert: Das benachbarte Hauptklärwerk liefert Strom und Wärme aus regenerativen Quellen. Hinzu kommt Strom aus eigenen PV-Dachanlagen.

Zur Sicherheitslösung im ETP gehört auch eine Einbruchmeldeanlage. Viele Bewegungsmelder detektieren jeden unberechtigten Zutritt.
Bild: SWT Trilan

Zur Sicherheitslösung im ETP gehört auch eine Einbruchmeldeanlage. Viele Bewegungsmelder detektieren jeden unberechtigten Zutritt.
Bild: SWT Trilan
Die Mengen reichen für die Selbstversorgung aus, sodass der ETP das erste energieneutrale Gewerbegebiet in Rheinland-Pfalz ist. In Summe ist es den SWT gelungen, das Projekt nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) zu entwickeln und entsprechend zertifizieren zu lassen. „Nachhaltigkeit spielt für uns als Energie- und Infrastrukturdienstleister eine wichtige Rolle. Deshalb ist es großartig, dass unser eigener Unternehmenssitz diese Kriterien erfüllt“, sagt Carsten Becker, Leitung Gruppe Technischer Service bei SWT Trilan, zu dessen Aufgaben unter anderem die Projektierung sowie der Einbau und Betrieb der Sicherheits- und Brandmeldetechnik im ETP gehört.

Zusammenarbeit mit bewährtem Partner

Die Entscheidung, für dieses Projekt auf Telenot zu setzen, beruht auf den langen und sehr guten Erfahrungen der Stadtwerke Trier mit der Sicherheitstechnik aus Aalen: „Wir haben vor vielen Jahren damit begonnen, die Überfallmeldeanlagen sowie die Übertragungstechnik von Telenot einzusetzen”, so Becker. Aufgrund guter Erfahrungen kamen später auch Einbruchmeldesysteme von Telenot zum Einsatz. „Die Zuverlässigkeit sowie der exzellente Service des Unternehmens waren für uns immer überzeugend. Daher war es für ihn nur folgerichtig, auch bei der Brandmeldetechnik auf Telenot zu setzen. Zumal die Anlage alle Forderungen der DIN 14675 erfüllt. „Hier wissen wir, dass wir mit Telenot auf der sicheren Seite sind“, so Becker weiter.

Das Rechenzentrum des ETP ist nicht nur gegen Brand und Einbruch gesichert. Die Einbruchmeldeanlage berechtigt und protokolliert auch, wer die Räume betreten darf.
Bild: SWT Trilan

Das Rechenzentrum des ETP ist nicht nur gegen Brand und Einbruch gesichert. Die Einbruchmeldeanlage berechtigt und protokolliert auch, wer die Räume betreten darf.
Bild: SWT Trilan
Die Brandmeldeanlage basiert auf den bewährten Brandmelderzentralen “hifire 4400”, die sich in den sieben Gebäuden auf dem Gelände befinden. Vermutlich ist das eine der größten Brandmeldeanlagen, die wir bisher realisiert haben“, sagt Stefan Metzroth von Telenot, der das Projekt ETP Trier von Anfang an betreut hat. Über 1.000 angeschlossene Melder sorgen dafür, dass Brände bereits beim Entstehen zuverlässig erkannt werden. In der Tiefgarage wird dafür ein linearer Wärmemelder eingesetzt. Dessen bis zu 300 m langes Sensorkabel detektiert über die gesamte Länge die Überschreitung einer festgelegten Temperatur und meldet diese an die angeschlossene Zentrale. An 5 Stellen sorgen zudem Rauchansaugsysteme (RAS) für eine Brandfrüherkennung. Deren Sensorik kann Aerosole und Brandrauch zuverlässig von natürlich vorkommenden Gasen, Partikeln oder Kondensaten unterscheiden. Dies sorgt für eine hohe Sicherheit vor Falschalarmen.

Brandmeldesystem ist komplett vernetzt

Insgesamt acht miteinander vernetzte Brandmelderzentralen sind auf dem Gelände verteilt.
Bild: SWT Trilan

Insgesamt acht miteinander vernetzte Brandmelderzentralen sind auf dem Gelände verteilt.
Bild: SWT Trilan
Das gesamte Brandmeldesystem ist miteinander vernetzt, sodass im Gefahrenfall alle Mitarbeiter – und natürlich die Feuerwehr – umgehend alarmiert werden. Gleichzeitig erfolgt eine Benachrichtigung an die Gebäudeleittechnik, die Maßnahmen für den Brandfall einleiten kann – etwa die Belüftung anpassen, Aufzüge, E-Ladestationen und PV-Anlagen vom Strom trennen oder Fluchttüren freigeben. Schnittstellen zu Stickstofflösch- sowie Sprinkleranlagen ermöglichen das Einleiten erster Löschmaßnahmen vor dem Eintreffen der Rettungskräfte. Sobald diese vor Ort sind, erleichtern ihnen insgesamt 9 Feuerwehrinformationszentralen an und in den Gebäuden, einen schnellen Überblick über die Lage zu gewinnen. Die umfassende Brandmeldetechnik wird von einem Einbruchmeldesystem ergänzt. Hier kommt mit der “hiplex 8400H” das Flaggschiff von Telenot zum Einsatz. Im ETP überwacht die Einbruchmelderzentrale die Räume und steuert die Zugänge von insgesamt 15 Sicherungsbereichen. Über eine Schleuse im Eingangsbereich regelt die Zentrale zudem den Hauptzutritt zum besonders sicherheitskritischen Rechenzentrum.

Bei der Planung und der Umsetzung arbeitete das Team von Carsten Becker eng mit Telenot zusammen: „In jeder Phase des Projekts hatten wir eine hervorragende Unterstützung. Sowohl im Vertrieb als auch im Planungsservice und dem Fachvertrieb konnten wir darauf bauen, jederzeit auf einen kompetenten Ansprechpartner zurückzugreifen“, so Becker. Mit den Sicherheitssystemen von Telenot und deren Vernetzung mit der Gebäudeleittechnik wurde im ETP die Grundlage geschaffen, Gefahren zu erkennen, zu melden und bei Bedarf entsprechende Steuerungen und Abschaltungen auszuführen. Darin einbezogen sind sowohl aktuelle Gefahren durch Einbruch, Brand oder unberechtigten Zutritt, als auch zukünftig auftretende Gefahren durch die angestrebte Energiewende. „Einerseits können äußerlich entstehende Veränderungen wie zum Beispiel Wärme, Rauch sowie Gas detektiert und gemeldet und andererseits auch interne Störungen der Systeme aufgeschaltet werden. Aus den Alarm- und Brandmeldeanlagen werden damit Gefahrenwarnanlagen“, ergänzt Metzroth.

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