Studium & Karriere | Tipps & Berichte | 19.01.2012

Preise für „ZukunftErfindenNRW“ vergeben

FH Gelsenkirchen erreicht mit Brennstoffzelle zweiten Platz

  • Aus der Hand von NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (2.v.r.) nahmen von der FH Gelsenkirchen Prof. Dr. Michael Brodmann (4.v.r.) und sein Team aus Cristian Mutascu (1.v.l.), Martin Greda (3.v.l.) und Jeffrey Roth (4.v.l.) den zweiten Preis im Hochschulwettbewerb "ZukunftErfindenNRW" entgegen; es gratulierten Jury-Vorsitzender Hans-Jürgen Alt (r.), Alfred Schillert von der Patentvermarktungsgesellschaft Provendis (hinter Schulze) und FH-Präsident Prof. Dr. Bernd Kriegesmann (2.v.l.) (Foto: Provendis)

Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, hat am 18. Januar 2012) in Bonn die mit insgesamt 41.000 € dotierten Preise des Hochschulwettbewerbs „ZukunftErfindenNRW“ verliehen. Ausgezeichnet wurden Wissenschaftlerteams der Hochschule Niederrhein (1. Preis), der Fachhochschule Gelsenkirchen (2. Preis) sowie der Universitäten Duisburg-Essen (3. Preis) und Paderborn (Sonderpreis) für ihre Erfindungen mit hohem Marktpotential. „Wir brauchen kreative Erfindungen aus den Hochschulen, weil sie Lösungen für die großen Zukunftsfragen wie Klimaschutz, Ressourcen und alternde Gesellschaft aufzeigen können“, sagte Wissenschaftsministerin Schulze bei der Preisverleihung.

Die Fachhochschule Gelsenkirchen erhielt ihren Preis für das Projekt einer einfach zu reparierenden modularen Brennstoffzelle, die im Gelsenkirchener Fachbereich Elektrotechnik entwickelt wurde. Das Team aus Prof. Dr. Michael Brodmann, Martin Greda, Cristian Mutascu und Jeffrey Roth hat ein Brennstoffzellen-System entwickelt, bei dem die einzelnen Brennstoffzellenmodule ausgewechselt werden können und ihre Anzahl leicht auf die jeweilige Anwendung angepasst werden kann. Zum schnellen Wechsel befindet sich jedes Modul in einer Tasche. Alle sind von Wasser umspült. Durch diese besondere Kühlung erhöht sich die Lebenserwartung. Dadurch eignet sich das Prinzip für den stationären Einsatz wie etwa als Brennstoffzellen-Heizgerät.

Der erste Preis ging an die Hochschule Niederrhein für selbstleuchtende Textilien, den dritten Preis erhielt die Universität Duisburg-Essen für eine frühe und zuverlässige Alzheimerdiagnose.

Im Rahmenprogramm der Preisverleihung stellte Tobias Böhm von der Firma „Schräder Abgastechnologie“ den „Schräder-AL-Top“ vor, ein selbstreinigendes, elektrostatisches Staubabscheider-System für Biomasse-Feuerung, das als Entwicklung ebenfalls seinen Anfang an der Fachhochschule Gelsenkirchen im Fachbereich Versorgung und Entsorgung nahm.

Ausgeschrieben hatte das Wissenschaftsministerium Nordrhein-Westfalen den Hochschulwettbewerb gemeinsam mit der Patentvermarktungsgesellschaft „PROvendis“ Anfang Juni 2011. Bis Ende Juli hatten sich 115 Forscher von Universitäten und 25 von Fachhochschulen mit ihren Erfindungen beworben.

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