Elektro/Licht/Sicherheit | News | 17.07.2017

Vorausschauende Techniken für Fassaden und Beleuchtung von Bürogebäuden

Forschungsvorhaben an der TU Kaiserslautern

Neue Techniken, um Fassaden und Beleuchtung von Bürogebäuden der Witterung entsprechend automatisch zu steuern – damit befasst sich ein Vorhaben der (TU Kaiserslautern. Ziel ist es, den Komfort im Büro zu gewährleisten und den Energieverbrauch zu senken. Insgesamt sind drei Lehrstühle aus Bauingenieurwesen, Elektrotechnik und Informatik beteiligt sowie vier Partner aus der Wirtschaft.
 
Damit Büros im Sommer nicht zu heiß werden oder Bildschirme der Rechner die Nutzer nicht blenden, gibt es bei den meisten Bürogebäuden Jalousien oder Rollladensysteme. „Leider gibt es hierfür nur wenige automatische Systeme, die in Büros auf Zustimmung stoßen“, sagt Projekt-Koordinatorin Prof. Dr. Sabine Hoffmann, die an der TU Kaiserslautern zu Gebäudesystemen und -technik forscht. „Wir entwickeln Techniken, die den thermischen und visuellen Komfort in den Büros sicherstellen sollen. Hier gibt es ein hohes Energie-Einsparpotenzial. Zudem wissen wir, dass die Lichtqualität und ein möglichst hoher Tageslichtanteil aus gesundheitlichen Gründen äußerst wichtig sind, zum Beispiel um dem Biorhythmus des Menschen gerecht zu werden.“  
Im Rahmen des Projektes „LiSA“ (Licht- und Solarmanagement) werden die Forscherteams an Technologien arbeiten, die es ermöglichen, Tageslicht effizient zu nutzen, energiesparende Beleuchtung bereitzustellen und auch im Sommer zu einem angenehmen Raumklima beizutragen. Dazu wollen sie unter anderem einen kostengünstigen Sensor entwickeln, der im Raum sowohl die Lichtverhältnisse als auch Wärmeeinträge durch Sonnenstrahlung misst. Ein vorausschauendes Regelsystem soll zudem alle Komponenten, die hierbei zum Einsatz kommen, steuern und drahtlos vernetzen.
 
Prof. Dr. Sabine Hoffmann und ihr Team werden die Techniken als Prototypen im„Living Lab smart office space“ erproben. Dieses „Büro-Labor“ hat im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern seinen Sitz. Hier forscht die Bauingenieurin mit ihren DFKI-Kollegen daran, das Wohlempfinden im Büro durch neuartige Technologien zu verbessern.  
Neben Frau Prof. Hoffmann sind an dem Vorhaben beteiligt: Professor Steven Liu vom Lehrstuhl für Regelungssysteme an der TU Kaiserslautern und TU-Professor Didier Stricker, der am DFKI den Forschungsbereich Erweiterte Realität/Augmented Vision leitet.

Zudem sind das Beleuchtungstechnik-Unternehmen Waldmann GmbH, die dresden elektronik ingenieurtechnik gmbh, der Software-Entwickler Agentilo GmbH sowie das Ingenieurbüro ebök GmbH dabei. Das Gesamtvolumen des Vorhabens liegt bei 2,3 Mio. €. Im Rahmen des Programms „Energieoptimiertes Bauen“ – EnOb unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium es mit 1,6 Mio. € Euro. Das Projekt wird darüber hinaus von den Technikunternehmen Osram, SageGlass-Saint Gobain und Warema finanziell gefördert.

Thematisch passende Beiträge

  • b.i.g. übernimmt TGA-Planungsbüro IPK

    Nachfolgeregelung in Kaiserslautern

    Im Rahmen einer Nachfolgeregelung übernahm die b.i.g.-Gruppe (www.big-gruppe.com Anfang Oktober 2016 den Spezialisten für haustechnische Gesamtplanung IPK GmbH in Otterbach bei Kaiserslautern. Das Ingenieurbüro verantwortet seit 15 Jahren europaweit die Planung und Bauleitung bei Projekten vorwiegend in den Bereichen Hotel, Büro/Verwaltung oder Handel. Mit der Übernahme erweitert die...

  • Wechsel zur LED-Technik gefordert

    VDI legt Handlungsempfehlungen vor

    Der VDI sieht die LED-Technik in einer zentralen Rolle für die Beleuchtungsindustrie. In seinem Bericht „LED-Beleuchtungstechnik: Chancen und Herausforderungen durch den Wandel in der Lichterzeugung“ fordert er die Beleuchtungsbranche zum konsequenten Wechsel zur LED-Technik auf und unterstützt die Beleuchtungsindustrie bei der Gestaltung des Wandels. Die LED-Beleuchtungstechnik kombiniere...

  • Licht für einen Zukunftsstandort

    Erweiterungsbauten für einen Großhändler

    Zusätzlich zur Erweiterung des Lagers um rund 18?000 m2 entstanden auf dem Gelände des Fachgroßhändlers Unimet West in Hachenburg ein neues Verwaltungsgebäude und eine auf 3000 m2 neu konzipierte Ausstellungsfläche. Neben modernster LED-Beleuchtungstechnik, einer Heizungsanlage mit Brennwertkessel und einer Klimaanlage mit Wärmerückgewinnung kommt am Standort auch eine Solaranlage zur Erzeugung von Warmwasser zum Einsatz. Lohnende Investitionen für die Betreiber: Sie profitieren zukünftig von deutlich niedrigeren Unterhaltskosten.

  • Planen ist hier Tradition

    Im April 2017 konnte eines der traditionsreichsten Ingenieurbüros Deutschlands, die Bohne Ingenieure GmbH, ihr 80-jähriges Bestehen feiern. 1937 gründete der Ingenieur Karl Bohne in Siegen ein Ingenieurbüro für Heizung und Lüftung als eines der ersten Ingenieurbüros für Gebäudetechnik, das sich mit kommunalen Bauten, Industrie- und auch Wohngebäuden beschäftigte. Das Büro war überwiegend in...

  • Auszeichnung für Ingenieurbüro Pertler GmbH

    Die Ingenieurbüro Pertler GmbH ist als erstes Münchner Planungsbüro für Technische Gebäudeausrüstung mit dem Qualitätszertifikat „Planer am Bau“ ausgezeichnet worden. Dieses Gütezeichen erhalten nur Architektur- und Ingenieurbüros, die sich einer unabhängigen Prüfung durch die Experten des TÜV Rheinland unterzogen haben. Der Standard umfasst messbare Kriterien zur Qualität der originären...

alle News

News der SHK- und Kältebranche

Top 5 - Meistgelesen

Inhalte der nächsten Heftausgaben

  • Heft 01 / 2018

    Eine effiziente Kombination – Wärmepumpe, Sonnenstrom und Batteriespeicher

    Das angedachte Gebäudeenergiegesetz (GEG) wird Energieeinsparverordnung (EnEV) und ErneuerbarenEnergienWärmeGesetz (EEWärmeG) sowie EnergieEinsparGesetz (EnEG) vereinen. Absehbar ist schon jetzt, dass dem Primärenergiefaktor eine höhere Bedeutung zukommen wird. Neubauten brauchen effiziente Kombinationen, etwa aus Wärmepumpe, PV-Strom und eventuell einen Batteriespeicher. Doch wie marktfähig ist diese Variante?

    (Foto: Urbansky)

  • Heft 02 / 2018

    Mit Durchlauferhitzern hygienisch und effizient – Warmwasserversorgung im Sportzentrum Düdelingen

    Für das René-Hartmann-Sportzentrum im luxemburgischen Düdelingen wählte der Bauherr, die Gemeindeverwaltung der Stadt, eine wirkungsvolle Lösung, um den wechselnden Warmwasserbedarf an den Duschen und Waschtischen zu decken: Wasser-/Wasser-Durchlauferhitzer bringen frisches Trinkwasser bedarfsgerecht auf die passende Temperatur. Ein Zonenkonzept stellt sicher, dass dies effizient, wirtschaftlich und hygienisch geschieht.

    (Foto: a+p kieffer omnitec / V. Fischbach)

tab @ Twitter

Branchenbuch der Kälte- und Klimatechnik

Branchenbuch der Kälte- und Klimatechnik

Branchenbuch der Kälte- und Klimatechnik

Das Branchenbuch der Kälte- und Klimatechnik bietet ausführliche Informationen rund um die Anbieter von Kälte- und Klimatechnik.
Hier geht's zur Online-Recherche