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Energie/Solar | News | 26.07.2018

Umweltfreundliche Mobilität

Linde wird Teil des „Null Emission“-Projekts

  • hintere Reihe v.l.n.r.): Thomas Gaksch (Linde), Dr. Thomas Grube (Forschungszentrum Jülich), Jens Conrad (RVK), Stephan Kronholz (ETC) und Kerstin Gemmer-Berkbilek (Framatome) (vordere Reihe v.l.n.r.): Alexander Schadowski (Linde), Volker Häckh (Linde), Eugen Puderbach (RVK) und Hermann-Josef Spitz (RVK) Foto: Linde

Im Zuge des Projekts „Null Emission“ werden für die Regionalverkehr Köln
GmbH (RVK) 2019 zwei Wasserstoff-Tankstellen entstehen – eine auf dem Betriebsgelände
im Rhein-Sieg-Kreis (Meckenheim), eine im RheinischBergischen Kreis (Wermelskirchen). Die beiden zu errichtenden
Anlagen werden täglich jeweils bis zu 20 umweltfreundliche Wasserstoffbusse
mit insgesamt 500 kg Wasserstoff versorgen können. Gefördert wird das Projekt unter dem Titel BIC H2 (Buses, Infrastructure, Cologne
Region) vom BMVI über das „NIP 2“-Programm. Im Mittelpunkt stehen dabei
die Beschaffung und der Einsatz einer Großflotte von BrennstoffzellenHybridbussen für den ÖPNV und die Einrichtung einer entsprechenden H2Infrastruktur in der Region Köln. Ziel ist es, Emissionen wie CO2, NOx,
Feinstaub und Lärm deutlich zu reduzieren. Die Beschaffung von 30 BrennstoffzellenHybridbussen durch die RVK sendet dabei ein deutliches Signal an Industrie
und Politik, dass diese Technologie von Verkehrsbetrieben als Alternative
zum Diesel-Bus gewünscht und bereits als alltagstauglich angesehen wird. Dieses u.a. aufgrund der hohen Reichweiten, kurzen Betankungszeiten und der Flexibilität,
die Brennstoffzellen-Hybridbusse mit sich bringen.  
Wasserstoff-Tankstelle in Meckenheim
 
Die Wasserstoff-Tankstelle in Meckenheim wird von einem Konsortium unter der
Leitung von Framatome (ehemals Areva) errichtet. Bei dieser Anlage erfolgt die Betankung der Busse per Überströmen aus Vorratsspeichern. Framatome bringt seine langjährige Erfahrung im Energiesektor, der Wasserstofferzeugung und der Realisierung Projekten
ein. EMS aus Jülich ist für die Wasserstoffspeicherung zuständig. H2 wird dabei
in leichten, hochfesten Carbonfaser-Druckbehältern gespeichert. Für das vorliegende
Projekt liefert EMS zwei Speichersysteme, die bei einem Druck von 500
bar mehr als 1 t Wasserstoff bereitstellen. Sowohl die einzelnen Druckbehälter
als auch das Gesamtsystem sollen noch in diesem Jahr zugelassen
werden. Die weiteren Partner kommen aus Köln und Umgebung: das Ingenieurbüro
EMCEL für Genehmigungsfragen, Anleg als Spezialist für HochdruckGasanlagen und Wema für Bau und Betrieb der Tankstelle. Diese Einbindung
regionaler Unternehmen sichert kurze Wege.
 
 
Wasserstoff-Tankstelle in Wermelskirchen
 
Die Wasserstoff-Tankstelle der RVK in Wermelskirchen wird von Linde errichtet.
Erstmals kommt hier eine von Linde entwickelte Speichertechnologie
zum Einsatz: Dank des neuen Konstantdruckspeichers können jetzt
noch höhere Mengen an Wasserstoff in noch kürzerer Zeit vertankt werden. Dies
stellt insbesondere bei größeren Fahrzeugen einen erheblichen Vorteil dar. Die
Kapazität der Anlage in Wermelskirchen ist so ausgelegt, dass täglich 20
Brennstoffzellen-Hybridbusse befüllt werden können.

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