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Energie/Solar | News | 18.08.2017

Mehrfamilien-Sonnenhaus-Projekt in Chemnitz

30-Wohnungen zu 50 % mit Solarenergie beheizt

  • Die 30 Wohnungen in diesem neuen Geschosswohnungsbau werden zu etwa 50 % solar beheizt. (Bild: Fasa AG/ Beier & Hirsack Planungsgesellschaft mbH)

  • Die Solarkollektoren werden auf der Süd- und Ostseite montiert. (Bild: Fasa AG/ Beier & Hirsack Planungsgesellschaft mbH)

Das Bauprojekt „Solardomizil“ des Bauunternehmens Fasa AG, einem Mitgliedsunternehmen im Sonnenhaus-Institut e.V., in Chemnitz feierte am 10. August 2017 Richtfest für den ersten Bauabschnitt. Mit dem Mehrfamilienhaus mit voraussichtlich 30 Wohnungen, das in zwei Bauabschnitten entsteht, schließt die Fasa eine Baulücke im zentrumsnahen Stadtteil Schlosschemnitz.

Obwohl die Bauvorschriften für das Grundstück nicht optimal waren für den Bau eines Sonnenhauses, ist es der Fasa gelungen, ein Gebäude zu entwickeln und zu planen, das zu 50 % solar beheizt werden kann. Dazu werden in die Fassaden auf der Ostseite und der schmalen, nach Süden orientierten Giebelseite insgesamt ca. 370 m2 Solarkollektoren installiert. Wärme, die gerade nicht für die Raumheizung und das warme Wasser auf rund 3.000m2 Wohnfläche benötigt wird, wird in einem Großspeicher zwischengespeichert.

 

Große Nachfrage nach den Wohnungen

Der Wärmespeicher des Schweizer Herstellers Jenni Energietechnik wurde am 7. Juli 2017 aufgestellt. Im ersten Bauabschnitt „Solardomizil I“ werden elf Wohneinheiten mit Eigentumswohnungen von 52 bis 174 m2 Fläche geschaffen. Durch die große Solarthermieanlage werden dauerhaft niedrige Nebenkosten möglich, so dass diese bereits beinahe komplett verkauft sind. Der zweite Bauabschnitt „Solardomizil II“ wird voraussichtlich 18 Wohnungen haben, sofern nicht noch Käufer zwei Wohnungen zusammenlegen wollen. Das komplette Gebäude soll Ende 2018 fertig gestellt sein.

Von der Straße aus ist von den großen Solarthermieflächen kaum etwas zu sehen. Das Gebäude sieht aus wie ein herkömmliches Mehrfamilienhaus. Die Ausrichtung war durch den Bebauungsplan vorgegeben, so dass es nicht möglich war, mehr Solarkollektoren an der Südseite zu installieren, so wie es für einen hohen Solarwärmeertrag im Winter optimal wäre. Zudem musste der Neubau zu den solar beheizten Gebäuden passen, die in unmittelbarer Nachbarschaft stehen. Hier hat die Fasa AG bereits sieben Einfamilienhäuser gebaut, die zu großen Teilen solar beheizt werden.

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