Gebäudeautomation/ MSR | News | 04.10.2018

Integrierte Systemlösung bei Gatter3 in Holzwickede

Vernetztes Gebäude versorgt sich

  • Smart Energy in Holzwickede Foto: innogy SE

Wie eine „Intelligente“ Steuerung in einem Gebäude aussehen kann, zeigt die Gatter3-Gruppe in Holzwickede: Photovoltaikanlagen auf dem Dach, Batteriespeicher im Keller, E-Ladesäulen vor der Tür.

Immer mehr energiebewusste Unternehmen setzen auf Nachhaltigkeit und grünen Strom. Wer Strom und Wärme erzeugt, kann sie auch direkt am Standort verbrauchen, vermeidet umfangreichen Netzausbau und fördert den Ausbau von Erneuerbaren Energien. Entscheidend dabei ist eine „intelligente“ Steuerung, die die verschiedenen Komponenten miteinander verknüpft. In nur wenigen Wochen Bauzeit ist in dem neuen Hauptsitz des Unternehmens eine von der innogy SE entwickelte integrierte Systemlösung entstanden. Diese stellten Ulrike Drossel, Bürgermeisterin von Holzwickede, Martin Wiggermann, stellvertretender Landrat, Metin Duman, Geschäftsführer der Gatter3-Gruppe, und Dr. Joachim Schneider, Bereichsvorstand Technology and Operations bei innogy SE, 2. Oktober 2018 vor.

Martin Wiggermann sagte: „Das Projekt ‚Smart Energy‘ beschreitet neue Wege und zeigt in einzigartiger Weise auf, wie mittelständische Unternehmen die Energiewende in die Region bringen können. Ich wünsche mir Strahlkraft für den Kreis Unna und das viele weitere Unternehmen eine solche Vorreiterrolle übernehmen.“

„Ressourcenschonende, nachhaltige Energie, die optimal genutzt wird, ist keine Zukunftsvision mehr. Wir erzielen an unserem Standort in Holzwickede bereits heute einen Autarkiegrad von bis zu 100 % und verzeichnen eine Energieeinsparung von bis zu 100.000 kWh im Jahr“, sagte Metin Duman.

Mit der neuen Technologie ist Gatter3 in der Lage, in einem eigenen Stromnetz die selbsterzeugte Energie effizient, flexibel und kostensparend am Betriebsstandort Holzwickede zu nutzen. Eine zentrale Regelungs- und Steuereinheit verbindet alle Technologien innerhalb des Stromnetzes. Die „intelligente“ Vernetzung erlaubt es nicht nur, die Energie an Ort und Stelle optimal zu verbrauchen. Sie kann ebenfalls auf Engpässe im Netz oder in einzelnen Leitungen reagieren und regulierend eingreifen.

Die Gatter3-Gruppe verfügt nun über ein breites Spektrum an effizienten Technologien. Dazu gehören:

Eine Photovoltaikanlage mit 40 kWp Leistung auf dem Dach des Betriebsgebäudes erzeugt Strom aus Sonnenlicht. Den Batteriespeicher nutzt Gatter3, um überschüssig produzierte Energie zwischen zu speichern. Sie kann somit flexibel und zeitlich unbegrenzt eingesetzt werden, zum Beispiel als Stromquelle für E-Ladestationen oder Smart Poles. Sechs Brennstoffzellen verwendet Gatter3, um Strom und Wärme zu erzeugen. Wie die Brennstoffzellen nutzt Gatter3 eine Wärmepumpe, um Wärme zu erzeugen

Ob beim Auto oder Fahrrad: Gatter3 setzt auf Elektromobilität. Zudem hat das Unternehmen eine E-Bike-Ladestation sowie vier Ladesäulen aufgestellt, die unter anderem mit selbstproduziertem Strom betrieben werden. Smart Poles sind „intelligente“ Straßenleuchten mit verschiedenen Funktionen. Sie spenden Gatter3-Mitarbeitern in den Abendstunden nicht nur Licht, sondern laden auch deren E-Autos oder E-Bikes. Gleichzeitig lesen sie Wetterdaten aus.

innogy hat alle Technologien mithilfe einer zentralen Regelungs- und Steuereinheit vernetzt. Über ein integriertes Softwaresystem werden die verschiedenen Geräte gesteuert. So kann Gatter3 die Energie im eigenen Stromnetz optimal nutzen.

 

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      Frank Urbansky, Freier Journalist und Fachautor, Mitglied der Energieblogger, 04158 Leipzig

      Foto: Buderus

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