Recht & Beruf | Normen/ Verordnungen/ Richtlinien | 18.02.2016

DIN 4710 wird überarbeitet

"Statistiken meteorologischer Daten zur Berechnung des Energiebedarfs von heiz- und raumlufttechnischen Anlagen in Deutschland"

Zurzeit findet im Normungsausschuss 041-01-08 AA „Meteorologische Daten“ im DIN-Normenausschuss Heiz- und Raumlufttechnik sowie deren Sicherheit ( www.din.de/go/nhrs ) die Überarbeitung der DIN 4710 statt. Die Bearbeitung wurde erforderlich, um nach ca. 20 Jahren zu prüfen, ob die Auslegung und die Energiebedarfsrechnung für Heiz- und Klimaanlagen mit den bisher bekannten meteorologischen Daten richtig bleiben oder anzupassen sind.

Die neuen Daten zeigen, dass einige Veränderungen relevant sind. Die vom Deutschen Wetterdienst (DWD) für energetische Gebäudeberechnungen zur Verfügung gestellten aktuellen Daten, die auf den Mittelwerten der meteorologischen Periode 1991 bis 2005 beruhen (bisheriger Referenzzeitraum: 1961 bis 1990), liegt im Zeitplan, sodass der Norm-Entwurf Ende 2016 erscheinen wird. Die aktuellen Testreferenzjahre (TRY) aus 2010/11 werden als mittlere Testreferenzjahre in den Norm-Entwurf DIN 4710 integriert.

Die Strahlungsdaten wurden vollständig übergeben und weitgehend ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass durch die positive Veränderung der atmosphärischen Trübung (bedingt u. a. durch die gesetzlichen Maßnahmen zur Abgasreinigung von Kraftwerken) der Solarstrahlungseinfall auf Gebäude überall in Deutschland merklich erhöht ist (mittags um bis zu 140 W/m2 auf Horizontalflächen). Die jährlichen Globalstrahlungssummen (d.h. Auswirkungen der Sonnenstrahlung) erhöhen sich um bis zu 4 %. Weitere Daten zu Sonnenscheindauer, Wind und Erdbodentemperaturen sowie detaillierte Tagesgänge werden voraussichtlich bis zum Frühjahr 2016 vorliegen.

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