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Brandschutz | News | 23.11.2011

Brandschutz abseits Schema „F“

Eindrücke von den EIPOS Sachverständigentagen Brandschutz in Dresden

  • Über 420 Experten kamen zu den „EIPOS Sachverständigentage Brandschutz“ nach Dresden

Das Militärhistorische Museum (MHM) der Bundeswehr stand im Mittelpunkt des zweiten Tages der diesjährigen „EIPOS Sachverständigentage Brandschutz“, die bereits zum zwölften Mal in Dresden stattfanden und sich mittlerweile zu einem der wichtigsten Branchentreffs von Deutschlands Brandschutzszene entwickelt haben. Über 420 Experten aus allen Teilen Deutschlands waren am 21. und 22. November 2011 in Dresdens Congress Center (ICD) am Terrassenufer gekommen. Sie erfuhren, wie der Brandschutz beim MHM im Detail umgesetzt wurde. Abweichend von allen Standards mussten hier mit Rücksicht auf Denkmalschutz und technische Belange neue Wege gegangen werden.

Architekt Daniel Libeskind bestand nämlich, wie sein Züricher Büroleiter Dipl.-Ing. und Architekt Jochen Klein berichtete, auf einer vollständig zusammenhängenden Ausstellungsfläche ohne jegliche Zwischentür. Dies und die Holzbalkendecken mit ihren gusseisernen Säulen im Altbau machten den Brandschutz zu einer kniffligen Angelegenheit, wie Dipl.-Ing. Sylvia Heilmann in ihrem Vortrag über das Brandschutzkonzept für das MHM berichtete. Die Lösung? Eine ausgefeilte Brandschutzsicherheitstechnik aus Sprinkleranlage, ausgeklügeltem Rauchabzugssystem, das mit Über- und Unterdruck arbeitet, Alarmanlage mit Sprechanlage sowie vielen weiteren technischen Raffinessen. Dazu kamen die brandsichere Verkleidung der Decken und der Brandschutzanstrich der Säulen im neoklassizistischen Gebäudeteil.

Sehr praxisnah gehalten war auch das restliche Programm der EIPOS Sachverständigentage Brandschutz. Da ging es um Brandschutz in Kindergärten und Schulen sowie den Besonderheiten in Intensivstationen von Krankenhäusern. Sogar mit dem Schutz vor Amokläufen in Schulen und deren Auswirkungen auf den Brandschutz beschäftigte sich ein Redner.

Die Teilnehmer, unter ihnen viele EIPOS-Absolventen, waren durchweg voll des Lobes über die Tagung. Kontakte wurden aufgefrischt, ein breites Spektrum aktueller Themen diskutiert und viele neue Kontakte geknüpft. Auch die 36 Aussteller der tagungsbegleitenden Fachausstellung hatten zufriedene Gesichter. „Nirgendwo anders bekomme ich die Brandschutzplaner so geballt wie hier“, so etwa Martina Borchert von der Firma Saint Gobain Isover, und Claus Ulrich vom Fachverlag Beuth ergänzt: „An den Besuchern an meinem Stand habe ich gemerkt, dass die Teilnehmer über ein sehr hohes Fachniveau verfügen.“

Auch EIPOS Dresden als Veranstalter war sehr zufrieden: „Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt. Wir haben viele Ideen und Anregungen erhalten und planen bereits jetzt die Forstsetzung im nächsten Jahr“, so das Fazit von Sabine Schönherr von der EIPOS-Brandschutzsparte.

Seit 1998 bietet EIPOS (Europäisches Institut für postgraduale Bildung an der TU Dresden e. V. (www.eipos.de)) eine breite Palette von Fortbildungskursen im Brandschutz an, seit 2003 sogar einen eigenen Masterstudiengang in Kooperation mit der Hochschule Zittau/ Görlitz.

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