Software/Simulation | Unternehmen + Markt | 18.04.2011

Weiterentwicklung der Planungsprozesse am Bau

TAB: Die Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten ist nach wie vor ausbaufähig. Welche Mög­lichkeiten der Zusammenar­beit gibt es zukünftig mit den neuen Autodesk-Produkten z. B. zwischen Architekten und TGA-Ingenieuren? Inwiefern gibt es Verbesserungen zu bisherigen Versionen?

 

Peter Rummel: Die Idee von BIM (Building Information Modeling) verfolgt das Ziel, den Prozess von der der Planung bis hin zur Bauausführung zu optimieren. Die „Autodesk Revit“-Plattform bietet die Möglichkeit, dass Architekten, Statiker wie auch TGA-Ingenieure an einem gemeinsamen BIM-Modell arbeiten. Damit entfallen Datenkonvertierungen und Informationsverlust. Zudem werden Fehler vermieden und Kosten deutlich reduziert.

Das BIM-Modell wird auch von Fachplanern von Bauteilen genutzt, beispielsweise beim Bau von Fassaden.

TAB: Der Anteil an Sanierungen und Revitalisierungen nimmt weiter zu. Neue Entwürfe sind nur noch ein Teil der Aufgaben. Welche Möglichkeiten gibt es, um Sanie­rungs­objekte zu planen? In welcher Form können vorhandene Grundrisse und andere Informationen genutzt werden, um eine Planung zügig zum Erfolg zu führen?

 

Peter Rummel: Unsere Produkte wie z. B. „Revit Architecture“ oder „AutoCAD Architecture“ unterstützen diesen aktuellen Trend. Über spezielle Funktionen werden damit die Bereiche Bestand, Abriss und Umbau normgerecht dargestellt und erleichtern damit die Planung ungemein.

 

TAB: Die Teams, die an einer Planung beteiligt sind, sind oft klein und an mehreren Standorten tätig. Welche Möglichkeiten zur Zusammenarbeit auch an verschiedenen Orten bietet Autodesk zukünftig?

Peter Rummel: „Revit Architecture“ wurde mit Funktionen für einen umfassenden Team-Workflow ausgestattet. Mit Hilfe der parametrischen Datenmodellie­rung werden alle vorgenomme­nen Änderungen automatisch im gesamten Modell aktualisiert, so dass Planung und Dokumentation immer auf dem neuesten Stand sind und eine zuverlässige Grundlage für die weitere Bearbeitung bilden. So können mehrere Personen und Teams an verschiedenen Orten an einem Modell arbeiten und sind immer up-to-date.

Erst kürzlich hat die Firma Obermeyer Planen und Beraten das Krankenhaus-Projekt „AL Ain“ in Abu Dhabi vorgestellt, das Planungsteams in Wiesbaden, München und Abu Dhabi gleichzeitig bearbeitet haben.

 

TAB: Das überzeugendste Argument für einen Entwurf ist eine gelungene Visualisierung oder 3D-Animation. Gibt es hier neue Möglichkeiten, den Kunden noch eindrucksvoller zu überzeugen?

 

Peter Rummel: Im Bereich der Entwurfsvisualisierung und des kreativen Storytelling können Kunden auf „Autodesk 3ds Max Design“ zurückgreifen. „Autodesk 3ds Max Design“ bietet überzeugende neue Techniken für die Animation von Planungsentwürfen: Daten werden zusammengeführt, Ideen iteriert und Ergebnisse präsentiert.

 

TAB: Ist der Kunde überzeugt und das Gebäude errichtet, sollten Daten an den Betreiber des Objekts übergeben werden, die ihm sowohl den Betrieb als auch die Instandhaltung der technischen Anlagen erleichtern. Wie sieht Ihr Ansatz dazu aus?

 

Peter Rummel: Auch hier bietet BIM die ideale Plattform. Das BIM-Modell erfasst alle relevanten Daten eines Gebäudes und ist somit das digitale Abbild der Realität.

Die Daten werden in Form einer Datenbank zur Verfügung gestellt und können somit auch zum Betreiben wie auch dem späterem Umbau genutzt werden.

 

TAB: Das bedeutet, die techni­schen Möglichkeiten das BIM-Mo­dell zu nutzen, sind gegeben. Herr Rummel, vielen Dank für die informativen Auskünfte.

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