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BTGA | Leitartikel | 29.01.2018

Kommentar

Weiteres Wachstum der Weltwirtschaft?

  • RA Dr. Jörg Schultheiß, Geschäftsführer des ITGA Rheinland-Pfalz/Saarland e.V.

Zu Beginn eines jeden Jahres stellt sich die Frage, wie das begonnene Jahr wirtschaftlich gesehen voranschreiten wird. Zur Einschätzung gibt es einerseits den Blick auf die Vergangenheit; andererseits wird versucht, die Frage im Wege einer Prognose aufgrund der bestehenden Rahmenbedingungen zu beantworten. Wäre die Weltwirtschaft eine Person, könnte die Antwort auf die Frage „Wie geht es weiter und wie geht es ihr?“ vermutlich lauten: „Turbulente Zeiten, aber muss ja.“

 

Was beeinflusst zukünftig die Weltwirtschaft?

Für die weltwirtschaftliche Entwicklung sind unzählige Komponenten von Bedeutung. An dieser Stelle sollen lediglich einige wenige Aspekte exemplarisch herausgegriffen werden, die Einfluss auf die Zukunft haben können – dies soll in einer Zusammenschau mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr erfolgen. So hat beispielsweise der Kurs des US-Präsidenten Donald Trump nach wie vor nicht nachvollziehbare Spitzen zu Tage getragen, die Modalitäten des Brexits sind in vielen Punkten ungeklärt und viele Schwellenländer haben ungelöste und scheinbar auch unlösbare Strukturprobleme. Gleichwohl ist auf der Basis einer Rückschau festzustellen, dass sich die Weltwirtschaft trotz der turbulenten Zeiten zuletzt durchaus stabilisiert hat.

Es ist außerdem zu konstatieren, dass das Gesamtbruttoinlandsprodukt über alle Länder hinweg im Jahr 2017 um rund 3,5 % gewachsen ist, gegenüber rund 3 % Wachstum im Jahr 2016. Trotz der unruhigen Zeiten ist daher eine Stabilisierung zu erkennen. Das wird auch durch eine Expansion des Gesamtwelthandelsvolumens von 2,2 % im Jahr 2016 im Verhältnis zu demjenigen im Jahr 2017 von rund 4 % belegt.
Ein Grund für diese Stabilisierung ist u.a., dass die USA trotz anderweitiger Ankündigungen im Rahmen der Präsidentschaftswahl keinen radikalen Kurs des Protektionismus eingeschlagen haben. In Europa haben sicher die Wahlergebnisse in Frankreich und den Niederlanden zu einer Stabilisierung beigetragen, bei denen die Populisten schlechter abgeschnitten haben, als zuvor befürchtet wurde.

 

Die positive Entwicklung setzt sich fort

Es bleiben daher für das Jahr 2018 die Hoffnung und die Prognose, dass sich die Weltwirtschaft weiterhin auf einem Stabilitäts- bzw. Wachstumskurs bewegt – neben einer Lösung der vielen Krisenherde und Problemstellungen. Unter Berücksichtigung der vorgenannten Aspekte und der optimistischen Annahme, dass keine weiteren unvorhergesehenen Probleme auftreten, darf daher die Hoffnung und Erwartung geäußert werden, dass sich die positive Entwicklung fortsetzt. Insbesondere auch im Euroraum würde dies zu einer weiteren wirtschaftlichen Erholung führen, sodass letztlich die Arbeitslosenquote weiter sinken wird und insbesondere auch die Investitionstätigkeit zunehmend in Schwung kommt.

Der Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder.

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    (Bild: JOI-Design)

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