Heizung | News | 23.02.2012
Wandheizung unterstützt RLT-Anlage
Erneuerung einer zentralen OP-Abteilung
Bei der Planung von Operations-Räumen in Krankenhäusern ist die Qualität der Raumluft einer der kritischsten Faktoren. Die DIN 1946-4 enthält entsprechend strenge Vorgaben, die dem Gesundheitsschutz der Patienten und des Personals dienen. Die RLT-Hygieneanforderungen der höchsten Raumklassen 1a und 1b für die OP-Haupträume erfordern ausgeklügelte technische Lösungen zur Be- und Entlüftung. Zur effektiven Unterstützung der RLT-Anlagen in punkto Hygiene-Prophylaxe eignen sich insbesondere Wandheizungen mit hohem Wärmekomfort. Deren Strahlungswärme unterbindet eine unnötige Luftzirkulation und minimiert dadurch den Partikelpegel in der Raumluft.
Strahlungswärme im OP
Auf diesen Effekt setzte auch das zuständige Ingenieurbüro Potthoff aus Erkrath (www.potthoff-ingenieure.de) bei der Entwicklung des RLT-Systems, das von einer „cupronova“-Wandheizung ergänzt wird. Die Anlagenkombination ersetzt ein zehn Jahre altes System, das auf einer dreistufigen Luftfilterung mit Entfeuchtungsfunktion basierte. „Dieses Vorgänger-System war zu seiner Zeit bereits der neueste Stand der Technik, was den Anspruch des Marien-Hospitals unterstreicht, die bestmögliche Technologie für die Raumhygiene einzusetzen“, erläutert der TGA-Planer Dipl.-Ing. Georg Potthoff und ergänzt: „Auch beim aktuellen Modernisierungsprojekt gilt dieser Anspruch. Deshalb haben wir die Kombination mit der Wandheizung gewählt, um in allen kritischen Bereichen ausschließlich mit Strahlungswärme arbeiten zu können. Damit bieten wir dem Personal und den Patienten auch einen besseren Wärmekomfort.“ Gerade für Patienten mit Minimalbekleidung ist es besonders wichtig, dass ausreichend Strahlungswärme während ein Operation ein Auskühlen verhindert.
Glaselemente und LED-Paneele
Nach der Installation des „cupronova“-Systems, die in Ständerwand-Montage erfolgte, wurden in den OP-Räumen zwischen die Metallträger und vor die Wandheizelemente blau getönte Glasscheiben eingezogen. Der Grund für den Einbau liegt zum einen in der zurückhaltenden und gleichzeitig edlen Optik der Glaswände. „Die mit Glas ausgekleideten Wandflächen haben zudem einen sehr geringen Fugenanteil und lassen sich sehr gut reinigen“, erläutert Georg Potthoff. „Das Beleuchtungskonzept trägt zusammen mit der angenehmen Temperierung und wahlweise auch mit Musikeinspielungen zum Wohlfühlcharakter der Räumlichkeiten bei, enn bei einem Großteil unserer Patienten werden nur kleine Eingriffe vorgenommen“, betont Andreas Heidinger, Technischer Leiter des Marien-Hospitals.














