Recht & Beruf | Betriebsorganisation | 25.01.2012

20 Jahre Schreiber Ingenieure

Begleiter durch das Labyrinth des Bauens

  • Helmut Zenker, 2. Vizepräsident der Ingenieurkammer Baden-Württemberg, Prof. Jürgen Schreiber und Ulms Baubürgermeister Alexander Wetzig (v.l.n.r.) bei der Jubiläumfsfeier in Ulm

  • Projekte von Schreiber Ingenieure: Deutsches Historisches Museum, Zeughaus Berlin, Architekt: Brenne Architekten Berlin, 1999

  • Das Mercedes Benz Museum Stuttgart Architekt: UN Studio, 2003 Deutscher Architekturpreis 2007

  • Der Weser Tower, Bremen Architekt: Murphy/Jahn Architects, 2009

Das Team von Schreiber Ingenieure rund um Prof. Jürgen Schreiber feierte im Herbst 2011 die Erfolge von 20 Jahren Ingenieurleistungen für technische Gebäudeausrüstung. Das Ingenieurbüro hat einen wesentlichen Beitrag für eine nachhaltige Ener­gieeffizienz im Rahmen einer zeitgemäßen Architektur geleistet. Innovation und Kooperation stehen für das Team im Fokus, wenn es mit namhaften Architekten wie UN Studio, Amsterdam; Behnisch & Partner, Stuttgart; Murphy/Jahn Architects, Chicago u.a. technische Gebäudekonzepte entwickelt. Prof. Jürgen Schreiber stellte sich zum Jubiläum den Fragen der tab-Redaktion:

tab: Sehr geehrter Herr Prof. Schrei­ber, Sie feierten vor kur­zem das 20jährige Bestehen Ihres Ingenieurbüros. Dazu gra­tu­lieren wir Ihnen recht herz­lich. Was zeichnet Ihr Bü­ro aus?

 

Prof. Schreiber: Seit 20 Jahren versuchen wir (zusammen mit Architekten und natürlich den Bauherren) immer wieder neue gebäudetechnische Ideen und An­lagenkonzepte in die Planung einzubringen und in den Pro­jekten umzusetzen. Daraus resultierten dann oft aufwendige Planungsprozesse, woraus aber wiederum auch besondere Gebäude entstanden.

 

tab: Welche Projekte stellen für Ihr Büro eine besondere Herausforderung dar? Hat sich das Themenspektrum in den letzten 20 Jahren gewandelt?

Prof. Schreiber: Die besonderen Herausforderungen ergeben sich immer bei neuen Aufgaben, für die es keine Lösungen aus der Schublade gibt. Da will ich auch keine einzelnen Projekte nennen, dies gilt für viele unserer Bauvorhaben. Die Aufgaben und die Planungsweise haben sich für uns eigentlich nicht geändert. Die integrale Planung, die heute eine Voraussetzung und wichtiges Instrument für die erfolgreiche und wirtschaftliche Arbeitsweise ist, praktizieren wir seit 20 Jahren.

 

tab: Welche neuen Herausforderungen kommen Ihrer Meinung nach auf Ingenieurbüros in naher Zukunft zu?

 

Prof. Schreiber: Ingenieure wer­den sich bei Neubauten ge­mein­sam mit Architekten in frü­heren Pla­nungsstadien (auch in Wett­bewerben) um Aufträge be­mühen müssen. Zukünftig werden bei uns vor allem auch die Sa­nierungsaufgaben zunehmen. Größere Projekte im In- und Ausland erfordern oft einen Planungsverbund von mehreren kleineren Ingenieurbüros, um wettbewerbsfähig zu sein.

 

tab: Als Professor und Inhaber eines Ingenieurbüros wissen Sie, welche Qualifikationen Jung­ingenieure in unserer Branche benötigen. Wie schwierig ist es, qualifizierten Nachwuchs zu finden?

 

Prof. Schreiber: Auf der einen Seite benötigen wir gut ausgebildete Ingenieure, die neben der fachspezifischen Kompetenz auch Kenntnisse in den angrenzenden Planungsbereichen (Tragwerk, Bauphysik, Bauöko­nomie etc.) besitzen sollten. Darüber hinaus sind Sprachkenntnisse heute sehr wichtig. Geeignete Mitarbeiter zu finden ist derzeit sehr schwierig, da die Ingenieurbüros z. B. auch nicht die Gehälter bezahlen können, die von Industrieunternehmen geboten werden. 

 

tab: Wie wichtig sind Ihnen Informationen aus Fachzeitschriften, wie der „tab“ oder Online-Plattformen wie www.tab.de?

 

Prof. Schreiber: Die tab ist für uns eine wichtige Fachzeitschrift um Informationen über interessante Gebäudetechnikkonzepte, neue Produkte und Entwicklungen zu erhalten. Trotz zunehmender Nutzung von Online-Plattformen wird die tab bei uns im Büro von allen Mitarbeitern gerne gelesen und gehört zur Pflichtlektüre.

 

tab: Herr Prof. Schreiber, wir danken für das Interview und wünschen Ihnen für die Zukunft weiterhin viel Erfolg.

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Vorschau Heftinhalte 2012

  • Heft 06 / 2012

    Behagliche Wärme aus dem Abwasserkanal – Das Kinderhaus Märzwiesen in Rauenberg

    Dass für die behagliche Wärme im Neubau der Kindertagesstätte Märzwiesen das Abwasser im Kanal vor dem Gebäude herhalten muss, wirkt zunächst befremdend. Bei genauerem Hinsehen erkennt man Vorteile, die gut nachvollziehbar sind und sich auf weitere, zukünftige Projekte im In- und Ausland übertragen lassen. Im Interesse des Klimaschutzes liegt es nahe, auch Abwärme zu nutzen.

  • Heft 07- 08/2012

Einkaufsführer Bau

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