Elektro/Licht/Sicherheit | Fachartikel | 30.08.2018

Exklusiver Online-Beitrag: LED- und Sensor-Technik für die Uniklinik in Poitiers

Licht für das Wohlergehen

Die Lichtinstallation des Universitätskrankenhauses im französischen Poitiers unterstützt dank „Human Centric Lighting“-Ansatz die Behandlung der Krebspatienten in einem speziellen Raum. Durch moderne LED-Tunable-White-Technologie und ein individuell gestaltetes und beleuchtetes Deckenbild wird dort eine natürliche Umgebung für mehr Wohlbefinden simuliert.

  • die „Human Centric Lighting“-Lichtinstallation in der Universitätsklinik Poitiers kommt ... Foto: Tridonic

  • ... in unterschiedlichen Räumen zum Einsatz und ... Foto: Tridonic

  • ... soll das Wohnbefinden von Patienten durch biologisch wirksames Licht unterstützen. Foto: Tridonic

Die Universitätsklinik Poitiers ist das gesundheitliche Zentrum der gesamten Region Vienne. In interregionalen Projekten und Partnerschaften mit anderen Universitätskrankenhäusern forscht sie auch an medizinischen und therapeutischen Innovationen, an der Optimierung klinischer Prozesse und der Verbesserung des Patientenaufenthalts.

 

„Human Centric Lighting“ unterstützt Krebsbehandlung

Für ein optimiertes Wohlbefinden und angenehmere Klinikaufenthalte der Patienten sorgt in modernen Kliniken biologisch wirksames Licht. Unter dem Begriff „Human Centric Lighting“ werden dabei Lichtlösungen zusammengefasst, die bei Patienten die Genesung fördern sowie für optimale Schlaf- und Wachphasen und verbessertes Wohlbefinden sorgen.

In der Universitätsklinik Poitiers wird die Krebsbehandlung durch eine neue „Human Centric Lighting“-Lichtinstallation unterstützt. In einem fensterlosen Behandlungsraum erzeugt nun künstliches Licht eine dynamische Lichtstimmung. Hierzu wurden an der Decke „QLE-Premium“-Module von Tridonic installiert. Die quadratischen LED-Module bieten dank „Tunable White“-Technologie eine einstellbare Farbtemperatur von 3.000 bis 6.000 K bei konstantem Lichtstrom sowie einen Dimmbereich von 10 bis 100 %, ohne dabei die gewählte Farbtemperatur zu verändern.

Die darüber angebrachte, bedruckte Lichtdecke zeigt das Bild eines Himmelabschnitts. Gesteuert wird die Deckenleuchte mithilfe des Lichtmanagement-Systemlösung „connecDIM“. Über ein internet-fähiges Gateway sind die LED-Module in die Cloud eingebunden, was eine dezentrale Lichtsteuerung ermöglicht. Mit dieser Lösung erstellte der technische Dienst des Krankenhauses über 100 vordefinierte Zeitpläne, um in dem fensterlosen Raum eine an den Tagesverlauf anpasste Beleuchtung mithilfe der regulierbaren Farbtemperatur und Dimmung zu kreieren. So wird die Assoziation eines natürlichen Himmels durch langsame Bewegungen und einen Farbverlauf geschaffen.

Nach positiven Rückmeldungen von Patienten, Ärzten und Pflegern wurde das gleiche Lichtsystem kurze Zeit später auch vor den Aufzügen im Erdgeschoss installiert, wo ebenfalls kein natürliches Licht vorhanden ist. Die neue Lichtinstallation dient dort neben einer helleren und angenehmeren Atmosphäre auch der einfacheren Navigation: Durch das Himmelbild erkennen Besucher nun direkt, dass sie sich im Erdgeschoss befinden, da sich dieser Bereich nun deutlicher von den Aufzugsbereichen der anderen Stockwerke unterscheidet.

 

LED-Beleuchtung für neues Verwaltungsgebäude

Das neue Verwaltungsgebäude des Universitätskrankenhauses wurde mit über 800 LED-Leuchten des Modells „Suna“ des Tridonic-Partners Sfel ausgestattet. Das Gebäude vereint die gesamte Verwaltung an einem Ort und verbessert so die internen Prozesse und Abstimmungen. Die innovative und leistungsfähige Lichttechnologie senkt die Energiekosten. Die in Einzelbüros, „Open Space“-Bereichen und Meetingräumen verbauten linearen Leuchten sind mit LLE-G3-LED-Modulen sowie Treibern von Tridonic ausgestattet. Durch einen geringen Abstand der Lichtpunkte erreichen die Leuchten eine homogene Beleuchtung über die gesamte Länge. In jede Leuchte wurde das kompakte Steuermodul „basicDIM“ eingebaut: Dieses enthält einen Umgebungslichtsensor, der die Beleuchtung automatisch auf die aktuellen Lichtverhältnisse anpasst, etwa beeinflusst durch das einfallende natürliche Licht. Darüber hinaus ist in dem Steuermodul ein Bewegungsmelder integriert, der das Licht entsprechend der Arbeitsplatz- oder Raumbelegung automatisch ein- und ausschaltet und damit zusätzlich Energie einspart.

 

Fazit

Die neuen Lichtlösungen können das Wohlbefinden von Patienten und Besucher verbessern und auch die Arbeitsumgebung der Mitarbeiter. Im neuen Verwaltungsbau profitiert der Betreiber neben einer optimalen Beleuchtungssituation auch von einer Kosteneinsparung durch die Integration von Sensoren.

Die Uniklinik Poitiers

Die Uniklinik Poitiers ist nicht nur in Bezug auf das „Human Centric Lighting“-Konzept ein Vorreiter in ihrem Umfeld. Als lokaler Gesundheitsdienstleister versorgt sie die gesamte Region Vienne. Insbesondere in den Bereichen Kardiologie, Onkologie, Geriatrie, Neurochirurgie, Pädiatrie, medizinische Biologie und medizinische Bildgebung verfügt die Klinik über einen ausgezeichneten Ruf. Die Klinik verfügt über eine Kapazität von 1.900 Betten an den drei Standorten in den Städten Poitiers, Lusignan und Montmorillon.

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